QueerREF Büro

Die ÖH Salzburg gilt als wichtige Anlaufstelle, wenn es um das Thema LGBTQIA+ oder eben Gender geht. Egal ob Fragen zu Inklusion, Diskriminierung oder Gender an der Universität, das Referat für Genderfragen und LGBTQIA+ der ÖH Salzburg beantwortet eure Fragen und beschäftigt sich intensiv mit euren Anliegen, Problemen oder auch Vorfällen. Wir haben uns mit Max Helmers getroffen, einem neuen Sacharbeiter im Bereich LGBTQIA+ und Gender, und haben ihm einige Fragen zu seiner Tätigkeit gestellt.

Maximilian ist 21 Jahre alt, als Sachbearbeiter für ein ÖH Referat tätig und kommt aus Deutschland. Erst seit kurzem ist er Teil des ÖH Referats für Genderfragen und LGBTQIA+ und beschäftigt sich dort mit euren Fragen und Anliegen. Wie er dazugekommen ist, welche Intentionen und Ziele das Referat verfolgt und wie auch du Teil eines ÖH Referats werden kannst, erfährst du hier.

Max Helmers am Mozartsteg

Max erzähl ein bisschen von dir: Wie bist du zu dieser Stelle gekommen? Wie hast du dich beworben?

Ich bin seit einem Jahr Teil der StV KOWI und war damals (Anm.: Ende des Jahres) bei einem Antidiskriminierungsworkshop (Diversity in 2020?) mit dabei. Dabei wurde unter anderem auch das ÖH Referat für Genderfragen und LGBTQIA* vorgestellt. Eine Freundin und ich beschäftigen uns schon länger mit dem Thema rund um Queerness und ich finde es wichtig, dieses Thema mehr in den Vordergrund zu rücken. Ich habe mich deshalb initiativ mit der Vorsitzenden (Susa Engeler) des Referats für Gender und LGBTQIA+ in einem Online-Meeting getroffen und meine Hilfe und Bereitschaft angeboten. Seit diesem Zeitpunkt bin ich Sachbearbeiter des Referats.

Warum wolltest du für dieses Referat arbeiten? Was ist deine Intention?

Mir ist es sehr wichtig, dass das Thema rund um LGBTQIA+ mehr in den Fokus gerückt wird und im Unialltag oder der Universität allgemein mehr Anerkennung bekommt. Dabei ist es mir ganz besonders wichtig den Studierenden in verschiedenen Anliegen und Problemen zu helfen und immer ein offenes Ohr zu haben. Das ÖH Referat gibt es schon einige Zeit, vorher war es aber auf Genderfragen fokussiert und hat seit einiger Zeit den Zusatz der LGBTQIA+ Community. Dabei ist es mir besonders wichtig die Sichtbarkeit des Referats zu erhöhen und offener zu kommunizieren.

Welche Aufgaben verfolgst du? Wie sieht dein Arbeitsalltag aus?

Meine Aufgabe besteht größtenteils darin gemeinsam mit Susa neue Konzepte und Kampagnen für die Sichtbarkeit des Referats zu gestalten. Die Arbeitsteilung zwischen uns beiden ist dabei recht flexibel und jeder macht für was er/sie gerade Zeit und Lust hat. In den letzten Tagen habe ich mich intensiv mit den Lehrveranstaltungen zu diesem Thema beschäftigt und eine Liste zusammengestellt, die auf den sozialen Netzwerken verbreitet worden ist, um auch die Gender- und LGBTQIA+ Thematik in den verschiedenen Veranstaltungen von der PLUS zu teilen. Die PLUS bietet eine Vielzahl an Lehrveranstaltungen, leider wissen nicht alle davon und genau hier setzt meine Arbeit an. Neben dem freien Arbeiten findet monatlich ein Referatstreffen statt, an dem alle Mitarbeiter*innen teilnehmen, um sich gegenseitig auf den neuesten Stand zu bringen.

Welche Erfahrungen hast du bereits mit anderen Studierenden gemacht, beziehungsweise wie wird das Angebot der ÖH bewertet und angenommen?

Das Angebot wird gut angenommen und es gibt einige Interessierte für die bestimmten Themen. Speziell Menschen aus der LGBTQIA+ Community, aber auch interessierte Studierende wollen neue Kontakte zu anderen knüpfen und haben verschiedene Fragen oder Anliegen. Wir vom ÖH Referat erhalten immer wieder Anfragen und es melden sich Leute die an Gemeinschaftsaktivitäten Interesse hätten. Leider ist es in der derzeitigen Situation nicht möglich, die Personen auch persönlich zusammenzuführen und Kontakte zwischen den Studierenden zu knüpfen.

Was sind eure Pläne für das Jahr 2021? Welche Kampagnen sind geplant und wie soll das Referat in weiterer Folge aussehen?

Im Jahr 2021 ist ganz viel geplant (lacht). Wir wollen einen Stammtisch für Menschen der LGBTQIA+ Community starten, um sich dabei über Probleme, Möglichkeiten und andere Dinge aussprechen zu können. Neben dem Stammtisch würden wir auch gerne eine Kampagne auf Social Media starten, die sich mit Künstler*innen aus der LGBTQIA+ Community beschäftigt und diese vorstellt. Das Thema Queerness und Gender soll auch Platz in unserem ÖH Podcast finden und wir planen für 2021 eine Folge zu diesem Thema. Dabei ist es uns bei allen Vorhaben wichtig eine breite Masse zu erreichen und deshalb nutzen wir auch die allgemeinen Social-Media Kanäle der ÖH Salzburg. Was noch alles kommen wird, ergibt sich mit der Zeit, aber ich denke wir werden noch einiges mehr schaffen.

Wie empfindest du die Toleranzfähigkeit der Studierenden und Lehrenden der PLUS? In welchen Anliegen ist es wichtig genau euch zu kontaktieren?

Ich persönlich finde die Toleranz der Studierenden und Lehrenden an der PLUS sehr gut und ich habe diesbezüglich in den letzten Jahren zum Glück keine negativen Erfahrungen gemacht. Falls trotzdem jemand Probleme oder Anliegen haben sollte, egal wobei, kann er/sie sich jederzeit bei uns über Mail oder Telefon melden. Wir haben immer ein offenes Ohr und sind bei Fragen für euch da.

Pronouns

Was gefällt dir an deiner ehrenamtlichen Arbeit besonders gut?

Mein Spruch ist immer: Wenn man etwas ändern will, muss man dafür auch etwas tun. Und genau aus diesem Grund mache ich meine ehrenamtliche Arbeit gerne und mit Überzeugung. Ich habe in meiner Arbeit als Sachbearbeiter viele tolle Menschen kennengelernt und es macht mich froh, irgendwo helfen zu können. Jede*r kann auch diesen Schritt wagen und sich für die Dinge einsetzen, für die er/sie steht. Wir, und auch alle weiteren Referate, würden uns über weitere interessierte Studierende freuen, um gemeinsam die PLUS zu einem noch offeneren und bunteren Ort zu machen.

Danke fürs Interview lieber Max und alles Gute weiterhin!

Du willst Teil eines ÖH Referats werden und deine Interessen vertreten? Dann schau dir hier die Liste mit den verschiedenen Referatsstellen an. Für nähere Informationen und weitere Anlaufstellen zum Thema LGBTQIA+ in Salzburg klicke hier.

Eure Bianca

Witzig, spontan und ja, das war’s: Bianca ist eine wahre Tirolerin und scheut sich auch nicht, dies mit ihrem Dialekt zu unterstreichen. Sie liebt es die Welt zu entdecken und fühlt sich mit ihrem Camper „Bob“ überall ein bisschen zuhause. In ihrer Zweitheimat Salzburg studiert Bianca Kommunikationswissenschaft und steuert mit Vollgas auf den Master zu.

Photo-Credits:
Titelbild: Dayne Topkin via Unsplash
Bild von Max Helmers: Redakteurin
Bild Pronouns: Sharon McCutcheon via Unsplash

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