Journalistin zeigt Ipad

Stephanie Angerer ist eine von vielen Absolventinnen des Bachelorstudiums der Kommunikationswissenschaft (KoWi) an der PLUS. Während ihrer Zeit als Studentin startete die 22-jährige Tirolerin bei uns als Blog-Redakteurin. Mittlerweile darf sie sich Lokal-Redakteurin bei der KRONE in Salzburg nennen. Das habe ich zum Anlass genommen, um mit ihr über ihre Erfahrungen zu sprechen – sowohl über das KoWi-Studium, als auch über ihren abwechslungsreichen Arbeitsalltag im Journalismus.

Als Blog-Redakteurin gestartet, ist sie nun für die KRONE in Salzburg unterwegs. Dort schreibt sie für das Lokal-Ressort und lernt viele interessante Menschen kennen. Im Interview erzählt sie mir, wie sehr ihr das KoWi-Studium an der PLUS bei ihrer beruflichen Karriere geholfen hat, was sie Studierenden rät und wo sie in Salzburg am besten entspannen kann.

Wusstest du schon immer, was du einmal werden möchtest?

(lacht) Ich wollte einmal Reitlehrerin werden, dann Ballerina. Ich bin aber draufgekommen, dass beides nicht zu meinen Stärken zählt. Nach einem Praktikum bei der Tiroler Tageszeitung, wusste ich, dass mir das Schreiben gefällt. Menschen zuhören, Geschichten finden, immer am aktuellen Stand sein und sich selber im Geschriebenen verwirklichen – das hat mir sehr gut gefallen. So ist es das Studium der Kommunikationswissenschaft geworden. Mit der Stelle bei der KRONE bin ich mir sicher, dass das mein Weg für die nähere Zukunft ist.

Am Journalismus gefällt mir, dass es eine Art Spiegel der Gesellschaft ist.

 

Was gefällt dir besonders an deiner Arbeit als Redakteurin bei der KRONE?

Am Journalismus gefällt mir, dass es eine Art Spiegel der Gesellschaft ist. Zum einen spiegelt es die Themen wider, die in der Öffentlichkeit gerade präsent sind. zum anderen auch die Meinung der Leute. In der Lokalredaktion bei der KRONE arbeite ich viel und gerne mit Menschen zusammen. Diese Arbeit ist also geradezu prädestiniert für mich.

Die Chance ergreifen, wenn man sie bekommt

Wie bist du zu der Stelle als KRONE-Redakteurin gekommen?

Im Februar letzten Jahres habe ich mich bei mehreren Medien in Salzburg beworben. Eigentlich für ein Ferialpraktikum, weil ich noch nicht mit dem Studium fertig war. Bei der KRONE haben sie mir aber gleich eine Fixanstellung angeboten, weil eine Stelle frei war. Es war zwar so nicht geplant, aber bei so einem Angebot sagt man natürlich nicht nein.

Inwieweit konnte dir die Arbeit in der Blog-Redaktion helfen, in die Welt des Journalismus einzutauchen?

Die Teamarbeit und das Feedback. Man trifft Leute, mit denen man sich austauschen und vernetzen kann, was in der Medienbranche ja sowieso total wichtig ist. Vor allem, wenn diese Leute irgendwann dann auch mal bei Medien arbeiten. Eine weiterer Pluspunkt, den man durch den Uni Blog bekommt, ist auf jeden Fall das Feedback. Denn wie ich das schon aus meinen eigenen beruflichen Erfahrungen weiß, fehlt das in der Arbeitswelt dann oft.

Journalistin schreibt am Laptop

Über das Handwerk Journalismus und das KoWi-Studium

Wie hilft dir dein abgeschlossenes Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaft bei deiner Arbeit als KRONE-Redakteurin?

Im Journalismus gibt es nicht wirklich eine Ausbildung und das auch zurecht. Es ist mehr ein Handwerk, das man sich aneignet, wenn man als Journalistin oder Journalist arbeitet. Ein Talent zum Schreiben, Neugierde und Kommunikationsfähigkeit sollte man auch schon unabhängig vom Studium mitbringen. Beim Studium selbst ist es mehr darum gegangen, die Medienlandschaft und die Systeme dahinter kennen zu lernen, Hintergründe und Zusammenhänge zu verstehen.

Welchen Menschen kannst du das KoWi-Studium empfehlen?

Die, die vielleicht noch nicht ganz genau wissen, in welche Richtung sie in der Medienbranche gehen wollen. Dadurch, dass das KoWi-Studium so breit aufgestellt ist, hat man die Möglichkeit herauszufinden, was einem liegt. Das Studium ist offen strukturiert und entspricht daher auch dieser Art von Menschen: Wenn du also kommunikativ und offen bist und gerne mit Leuten zusammenarbeitest, dann ist das echt das ideale Studium.

Gerade in der Mediensparte ist es besonders wichtig, dass man offen für alles bleibt.

 

Was kannst du Studierenden des KoWi-Studiums mit auf den Weg geben?

Dass man sich nicht zu sehr stressen lässt (lacht). Der erste Job oder das erste Praktika ist nie das wo man fix bleibt. Deswegen find ich es auch positiv, wenn man noch nicht so genau weiß, wo die Reise hingeht. Man muss viel ausprobieren, bevor man das Beste für einen findet – ob Agentur, Journalismus oder Radio-Sender. Gerade in der Mediensparte ist es besonders wichtig, dass man offen für alles bleibt.

Wo siehst du dich beruflich in fünf Jahren?

Ich denke, dass ich im Journalismus bleiben werde. Ich würde aber total gerne für ein österreichisches Medium schreiben. Also keine regionale Tageszeitung mehr, sondern nationaler. Der Unterschied liegt in der freieren und breiteren Themenauswahl. Große Reportagen schreiben und auch Zeit zum Recherchieren haben – das ist der Journalismus den ich einmal machen möchte.

Wo ist dein Lieblingsplatz in Salzburg?

Der ist wahrscheinlich am Leopoldskroner Weiher.

Warum hast du dich für Salzburg als Ort zum Studieren entschieden?

Ich wollte nicht in Tirol – wo ich ja ursprünglich herkomme – bleiben. Auch fehlt das Studienangebot in der Mediensparte in Westösterreich. Wien war mir zu weit weg und so ist es Salzburg geworden.

Danke für das spannende Interview, liebe Stephanie, und alles Gute für die Zukunft.

Falls ihr euch noch durch weitere spannende Werdegängen durchklicken wollt, dann schaut da mal rein. Ihr seid am Studienfach der Kommunikationswissenschaft interessiert? Dann hat Sabrina hier alles Wichtige in einem Beitrag zusammengefasst.

Bis zum nächsten Mal!

Eure Marlene

Marlene

Offen, neugierig und leiwand: Marlene musste raus aus dem kleinen Dorf in Oberösterreich. Jetzt studiert sie Kommunikationswissenschaft in Salzburg und fühlt sich hier richtig zu Hause.

Teile diesen Beitrag auf Facebook & Co.