Autokino mit Spielzeugautos

Das Glas auch mal halb voll anstatt halb leer sehen: Corona hat uns neben Schutzmasken und „social distancing“ auch erfreuliche Dinge herbeigezaubert. Ob wir mit Kasperl in einer Witzkiste geschlafen haben, fragt ihr euch? Nein, denn neben einigen anderen positiven Veränderungen, wird’s wegen Corona auch nostalgisch: Das neue Autokino in Salzburg nimmt uns mit auf eine kleine Zeitreise.

Verliebte Pärchen in Autos, viel Knutscherei und Popcorn. Im Jahr 1985 konnte das nur eines bedeuten: Du befindest dich mitten in einem Autokino. 2020 kannst du das nostalgische Erlebnis mit deinem Tinderdate ausprobieren, denn das Autokino in Salzburg öffnet seine (Auto-)Türen. Welche positiven Dinge durch Corona sonst noch entstanden sind, welche Werte von Menschen viel bewusster gelebt werden und warum wir das super finden sollten, liest du nun.

Rockhouse Club Sessions: Live-Streamingkonzert

Mit deinen Freund*innen einen rockigen Abend erleben, ohne langes Anstehen für ein Bier an der Bar: Das Rockhouse Salzburg streamt seit Kurzem Live-Konzerte von der Bühne direkt gratis zu euch ins Wohnzimmer. Und wie wir es nicht anders kennen, unterstützt das Rockhouse Salzburg auch in dieser Zeit lokale Künstler*innen. Beispielsweise könnt ihr diesen Freitag (29.5.) ab 20:15 Uhr live und auf eurer Couch zur Musik der Salzburger Band Please Madame abrocken. Weitere Infos gibt’s auf der Rockhouse-Salzburg-Website.

Rockhouse Live Sessions

Autokino in Salzburg am Salzburg Airport

Die momentane Lage bringt so einige Überraschungen mit sich. Wohl kaum hätte man noch vor ein paar Monaten gedacht, dass es möglich sein wird im Auto knutschend einen Film auf einer Leinwand zu schauen. Doch seit ein paar Tagen ist es offiziell: Es gibt ein Autokino in Salzburg! Neben Filmklassikern wie Greace werden auch Live-Konzerte und Kabarett-Aufführungen gezeigt. Hier geht’s zum Programm und zum Kartenverkauf.

Regional und nachhaltig einkaufen statt Online-Shopping

Es scheint, als sei durch Corona ein Umdenken in der Gesellschaft passiert. Damit kleine Unternehmen vor Ort die Krise überleben, setzen viele Menschen auf regionales, nachhaltiges Einkaufen. Auf dieser Website findest du zu allen möglichen Dienstleistungen und Produkten das passende Geschäft bzw. Lokal in Österreich. So kannst du die heimische Wirtschaft fördern und Solidarität zeigen.

Mehr Digitalisierung = mehr Flexibilität

Das Haus nicht verlassen müssen aber dennoch an der Vorlesung teilnehmen können. Das funktioniert in manchen Ländern bereits seit Jahren tadellos, beispielsweise in Island (ganz ohne vorherige Corona-Krise). Die momentane Situation hat einige Professor*innen zum Umdenken gezwungen. So funktioniert’s nun auch bei uns, dass Vorlesungen online gehalten werden. „Distance learning“ ist kein Fremdwort und das finden Studierende super. Vor allem dann, wenn dieses Konzept auch nach Corona-Zeiten teilweise beibehalten wird.

Mehr Sensibilität für Technik bei Oma und Opa

Während in Österreich Ausgangsbeschränkungen den Alltag bestimmten, musste auch der ein oder andere Besuch bei den Großeltern aufgeschoben werden. Und auch heute noch – und wer weiß wie lange noch – sollte man vorsichtshalber immer einen Babyelefant-großen Abstand halten. Das bringt nun auch ältere Menschen dazu, sich mit der Technik auseinander zu setzen. Schließlich möchte man auch in dieser Zeit das Enkelkind sehen und dafür sollte man sich mit Möglichkeiten des Smartphones auskennen. Also, liebe Oma, lieber Opa, schnappt euch doch das Handy und lasst uns videotelefonieren!

Grosseltern als Figuren

Mehr Verzicht = mehr Dankbarkeit

Wer mit dem Sprichwort „weniger ist mehr“ bisher nicht wirklich etwas anfangen konnten, dem ist durch Corona vielleicht ein Licht aufgegangen. Denn plötzlich hat es gereicht, nur einmal pro Woche in den Supermarkt zu gehen, anstatt jeden Tag. Und die selbstgekochte Pasta hat (fast) genauso gut geschmeckt wie die vom Lieblingsitaliener, der geschlossen hatte. Wir haben gelernt die kleinen Dinge zu schätzen und gleichzeitig realisiert, dass es zum Glücklichsein gar nicht so viel braucht. Der Dalai Lama wäre stolz auf uns!

„Reconnecting“ mit alten Bekanntschaften

Auf einmal interessiert es die alte Kindergartenfreundin wieder, wie es einem geht und wie man diese schwierige Zeit meistert. Aber nicht nur alte Bekanntschaften lassen von sich hören: Generell häufen sich die Nachrichten in denen gefragt wird, wie es einem geht. Es scheint, als kümmern wir uns mehr um unsere Mitmenschen und mal ehrlich: Es ist doch schön, wenn man von einer Person eine Nachricht bekommt, die man komplett aus den Augen verloren hatte. Oder auch, wenn sich der ein oder andere Mensch nach deinem Gemütszustand erkundigt, einfach weil du ihm wichtig bist.

Nun gibt es Kritiker*innen die sagen, dass nach dieser Pandemie wieder alles beim Alten sein wird. Doch wir geben die Hoffnung nicht auf. Wir wollen, dass die guten Dinge, die gerade passieren, bleiben und sich vielleicht noch etwas weiterentwickeln (Stichwort: Digitalisierung). Wir wollen mehr Dates beim Autokino in Salzburg und mehr Rockpartys zuhause, wo Menschen auf der Coach tanzen und singen bis zum Umfallen. Sei gemeinsam mit uns Teil dieses Wandels!

Eure Marlene

Marlene

Offen, neugierig und leiwand: Marlene musste raus aus dem kleinen Dorf in Oberösterreich. Jetzt studiert sie Kommunikationswissenschaft in Salzburg und fühlt sich hier richtig zu Hause.

 

 

Photo-Credits:
Titelbild: Markus Distelrath auf Pixabay
Rockhouse Salzburg Club Session: Rockhouse Salzburg
Oma und Opa: FuSuSu auf Pixabay

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