Fit bleiben in Corona-Zeiten Obst und Gemüse

Die aktuelle Situation verlangt uns einiges ab. Nicht nur der veränderte Arbeitsalltag ist eine Herausforderung, auch in der Freizeit hat sich so manches verändert und gestaltet sich schwieriger. Der früher ausgiebige Supermarkteinkauf wird im Schnelldurchlauf erledigt, die tägliche Bewegung kommt aufgrund geschlossener Fitnessstudios zu kurz und das mit dem Entspannen will abends auch nicht so gut gelingen. Wie ihr nun gesund, entspannt und leistungsfähig bleibt? Dazu bekommt ihr heute ein paar Tipps. Fit in Corona-Zeiten zu bleiben – das schaffen wir gemeinsam!

Von guter Planung beim Einkauf, über Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte bis hin zu bewussten Genussmomemten: Es gibt viele Möglichkeiten sich das Leben mit wenig Aufwand leichter und schöner zu machen.

Vorher überlegen, dann einkaufen

Beim Einkaufen ist mehr Planung gefragt als sonst. Denn idealerweise macht man ein- bis zweimal wöchentlich einen größeren Einkauf. Jeden Tag wegen zwei, drei Dingen in den Supermarkt zu gehen ist momentan nicht ideal. Darum empfiehlt es sich, eine Einkaufsliste zu führen, die über mehrere Tage wächst. Dort notiert ihr am besten gleich, sobald etwas Wichtiges aus ist – egal ob Lebensmittel, Getränk oder Hygieneartikel. Wenn man die Liste beispielsweise am Kühlschrank befestigt, verliert man sie auch nicht so schnell aus den Augen. Spätestens im Supermarkt seid ihr dann froh über eure allumfassende Einkaufsliste.

Fit in Corona-Zeiten: gesund essen ist wichtiger denn je

Sobald wir im Supermarkt sind, stellt sich für viele die Frage: Für welches Produkt entscheide ich mich? Denn die Auswahl ist meist sehr groß. Die Produkte unterscheiden sich allerdings nicht nur im Preis sondern auch in der Qualität. Und klar, besonders Studierende haben oft kein allzu großes Budget, dennoch ist es aktuell besonders wichtig qualitativ hochwertige Lebensmittel zu konsumieren.

Fit bleiben in Corona-Zeiten gesund essen

Ein Produkt hat dann eine hohe Qualität wenn keine oder nur wenige Zusatzstoffe enthalten sind. Daher hilft es, bei den Verpackungen einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen. Kurz soll sie sein! Weiters sind frische Zutaten besser als vorgekochte, abgepackte Speisen. Letztere sind häufig nicht nur reich an Salz, sondern enthalten meist auch mehr Fett und daher mehr Kalorien. So kann eine Fertigsuppe schnell die Kalorien einer Hauptmahlzeit haben.
Da wir uns häufig auch weniger bewegen als sonst, ist unser täglicher Kalorienverbrauch niedriger. Gerade deswegen ist es auch wichtig, den Gemüseanteil bei den Speisen zu erhöhen. Die Hälfte des Tellers sollte mit Gemüse gefüllt sein, die andere Hälfte teilen sich magere Eiweißlieferanten (Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Tofu usw.) und vollwertige Kohlenhydrate (Nudeln, Reis, Kartoffeln, Getreidesorten).

Erbsen und Bohnen sorgen für Abwechslung am Teller

Auch Hülsenfrüchte sind in diesen Zeiten eine willkommene Abwechslung am Speiseplan. Vorsicht ist außerdem bei Soßen und anderen kalorienreichen Extras geboten. Schnell kann so auch ein großer Salat zu einer wahren Kalorienbombe werden, ohne dass man es beabsichtigt hatte. Leichte Soßen oder Dressings, Gewürze und Kräuter für mehr Geschmack sind momentan die besseren Alternativen.

LESETIPP: Die RIFiew „bewegt“ Broschüre! Hier findet ihr jede Menge Tipps rund um gesunde Ernährung, Fitnessübungen für zuhause und mentale Gesundheit. Entstanden ist die Broschüre als Kooperation zwischen dem Universitätssportinstitut (USI) und dem Olympiazentrum (OZ), beide beheimatet im Universitäts- und Landesportzentrum Rif (ULSZ-Rif).

Frisches Obst ist der ideale Snack

Durch die reduzierte körperliche Aktivität ist es auch empfehlenswert die Snacks zwischendurch zu reduzieren. Zwar sollten die Pausen zwischen den Mahlzeiten nicht zu groß sein, weil uns sonst schnell mal der Heißhunger überfällt, aber große oder sehr kalorienreiche Zwischenmahlzeiten lassen unsere Kalorienaufnahme durch die Decke schnellen. Eine große Menge an Nüssen, Aufstriche, Schoko- oder Nussriegel, Smoothies oder gesüßte Joghurts/Drinks sind Beispiele für solche Snacks. Besser wären frisches Obst, Naturjoghurt, Fruchtschnitte oder selbstgemachte Müsliriegel.

Schokolade und Knabbereien bewusst genießen!

Süßigkeiten, Knabbereien und Mehlspeisen und generell Kohlenhydrate sollten aber auch nicht verteufelt werden. Denn je restriktiver wir essen, desto größer sind die Versuchungen. Und plötzlich schreit unser Körper nach Schokolade, Kuchen und Co. Kohlenhydrate sind sogar wichtige Nährstofflieferanten (z.B. Ballaststoffe, Mineralstoffe), die wir weiterhin in unserer Ernährung berücksichtigen sollten. Wichtig ist, gerade jetzt, in der ohnehin angespannten Situation alle Lebensmittel zu erlauben. Das schafft Ausgewogenheit. Erstens vermeidet das unnötigen Stress (Verbote führen ohnehin dazu, dass wir noch mehr Verlangen haben) und zweitens ist die Rippe Schokolade auch gut für die Seele.

Fit bleiben in Corona-Zeiten dunkle Schokolade

Fit in Corona-Zeiten: Sport ist auch zuhause möglich

Getresst fühlen sich viele auch durch die Einschränkung bei unserer Mobilität. Doch auch daheim gibt es zahlreiche Möglichkeiten, sich fit zu halten. Warum nicht die alte Springschnur herausholen und damit ein- bis zweimal täglich eine kurze Sprungeinheit einlegen? Warum nicht eines der vielen Workout-Videos auf Youtube ausprobieren und dabei auch noch was Neues lernen? Wichtig ist dabei allerdings immer: nicht zu hohe Ziele setzen, das heißt ihr solltet auf jeden Fall dem eigenen Fitnessniveau angepasst trainieren. Das ist wichtig für den Trainingserfolg und das freudvolle Erleben der Bewegung.

Ich hoffe meine Tipps haben euch geholfen und ihr bleibt fit in Corona-Zeiten!

Eure Judith

Judith hat Sportwissenschaften an der Universität Salzburg und Diätologie mit Schwerpunkt Sport an der University of Utah studiert. Aktuell arbeitet sie als freiberufliche Sportwissenschafterin und Ernährungsexpertin, leitet die Ernährungsbetreuung am Olympiazentrum Salzburg-Rif und lehrt an der Universität Salzburg und Fachhochschule Bern. Sie ist selbst begeisterte Sportlerin und viel mit dem Rennrad unterwegs. Auch an der RIFiew „bewegt“ Broschüre hat sie mitgewirkt. Und nebenbei betreibt sie noch ihren eigenen Blog Sportnutrix.

Photo-Credits:
Titelbild: Leonie Wise via Unsplash
Bild Teller mit Essen: Hermes Rivera via Unsplash
Bild Schokolade: Amirali Mirhashemian via Unsplash

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