Gespräch bei Laptop und mit Stift und Block

„Du willst Coach werden? – Du weißt doch aber gar nicht, wie man eine Sportmannschaft trainiert.“ So gesehen muss ich das auch nicht. Wenn ich nämlich von Coaching spreche, meine ich einen Sammelbegriff für psychologisch fundierte Beratungsmethoden und -strategien. Coaching befasst sich dabei mit der Wahrnehmung und Thematisierung ressourcenorientierter und problemlösender Aufgaben, ist selbst jedoch kein geschützter Beruf. „Coach“ kann sich also erstmal jede*r nennen. Im besten Fall gründen persönliche Kompetenzen jedoch auf einer entsprechenden Ausbildung. Doch diese kann schnell zwischen 3.000 und 15.000 € kosten. Die Qualität einer solchen Ausbildung ist von außen allerdings meist nur schwer einzuschätzen. Also, was tun, wenn man Coach werden möchte?

Nun ja – solltest du an der Universität Salzburg studieren und hier deinen Master in Psychologie absolvieren oder es zumindest vorhaben, haben wir gute Nachrichten: Der Master mit dem Schwerpunkt Soziale Interaktion beinhaltet eine kostenlose Coaching Ausbildung. Was dahinter steckt, verrate ich dir in diesem Beitrag.

Die Uni Salzburg als Hochburg der deutschsprachigen Coaching Forschung

Salzburg ist eine der wenigen Universitäten im deutschsprachigen Raum, die das Thema Coaching systematisch beforscht und dieses Wissen dann auch tatsächlich an seine Studierenden weitergibt. Dadurch wird die Coaching Ausbildung kontinuierlich weiterentwickelt und sogar in Langzeitstudien evaluiert. Mit Sandra Schiemann hat die Universität sogar eine Doktorandin, die sich mit der Gestaltung von Coachingprozessen befasst. Die Coaching Ausbildung wird von Isabell Braumandl geleitet, die selbst als Coach tätig ist. Dieses Jahr feiert die Coaching Ausbildung schon ihr 10-jähriges Jubiläum. Die Ausbildung richtet sich nach wissenschaftlichen Standards und ist Evidenz basiert, gleichzeitig bietet sie Studierenden aber auch viel Praxiserfahrung.

Bringt mir die Coaching Ausbildung etwas für meine Karriere?

Isabell Braumandl hat mittlerweile mehrfach von ihren Absolvent*innen das Feedback erhalten, wonach eine Coaching Ausbildung, wie sie die Universität Salzburg anbietet, bereits in einigen Bewerbungsgesprächen der ausschlaggebende Punkt für die Job-Zusage bedeutete. Bei Veranstaltungen und im Kontakt mit Unternehmen betonen Führungskräfte wiederholt, dass Salzburger Absolvent*innen der Coaching Ausbildung deshalb attraktiv sind, da sie praktische Erfahrungen in der Gesprächsführung vorweisen können, so Isabell Braumrandl.

Job-Interview

Wer kann die Salzburger Coaching Ausbildung machen?

Die Coaching Ausbildung ist in dem Schwerpunkt Soziale Interaktion des Psychologie Mastersstudiums integriert. Student*innen anderer Studiengänge können daher nicht teilnehmen. Prinzipiell stünde die Ausbildung auch Psychologie Masterstudierenden anderer Schwerpunkte offen, doch da die Seminarplätze begrenzt sind, müsste einer der Studierenden des Schwerpunkts sozialer Interaktion komplett ausfallen, damit ein Platz frei würde.

Einen Masterplatz bekommt ihr als Psychologie-Studierende mit einem hier absolvierten Bachelor-Abschluss übrigens automatisch. Wer von einer anderen Universität kommt, kann im August die Aufnahmeprüfung antreten und im besten Fall einen der 20 Studienplätze für Externe ergattern.

Prinzipiell ist die Ausbildung als Teil des Studiums natürlich kostenlos – es fällt lediglich ein Unkostenbeitrag von ca. 45 € an. Verglichen mit den durchschnittlichen Kosten einer Coaching Ausbildung ist das mehr als geschenkt.

Wie komme ich in den Schwerpunkt Soziale Interaktion?

Zu Beginn des Masters in Psychologie schreiben alle Studierende eine Prüfung, deren Ergebnis darüber entscheidet, ob sie zu ihren favorisierten Schwerpunkt zugelassen werden. Wenn du die Coaching Ausbildung machen möchtest, musst du den Schwerpunkt Soziale Interaktion auf den ersten Platz setzen. Grundlegend gibt es drei Schwerpunkte, zwischen denen du dich entscheiden kann:

Einen Platz im Schwerpunkt Soziale Interaktion zu erhalten, bedeutet, am Anfang des ersten Mastersemesters eine Prüfung über die drei Grundlagenfächer (Neuropsychologie, Gesundheit, soziale Interaktion) zu schreiben. Bei der Prüfung gibt man seine Präferenz für die Schwerpunkte bekannt und je nach Leistung wird eine Rangordnung aller Studierenden erstellt, über die die Plätze dann verteilt werden.

Für Soziale Interaktion gab es im Wintersemester 2018 insgesamt 24 Plätze; zusammen mit Gesundheit ist es der begehrteste Schwerpunkt. Dennoch ist es absolut machbar, hinein zu kommen, wenn man sich gut auf die Prüfung vorbereitet.

Was lernt man in der Coaching Ausbildung?

Die Coaching Ausbildung geht über zwei Semester und ist sehr praxisorientiert, man fängt also sofort an, zu coachen. Im ersten Semester coacht man eine*n Kolleg*in aus der Ausbildung, im zweiten Semester dann eine fremde Person. Die Lernkurve steigt in der Regel stetig und resultiert beispielsweise in einer viel sichereren Gesprächsführung. Zu Beginn der Coachings nimmst du natürlich zunächst an ausreichend Vorbereitungsstunden teil.

Im ersten Semester gibt es zudem zwei Blockwochenenden, in deren Verlauf man die grundlegende Theorie erarbeitet. Hier wird man auch gleich ins kalte Wasser geworfen und coacht sich in kleinen Gruppen gegenseitig. Anschließend bekommt man Feedback von Trainer*innen und Kolleg*innen, was für mich tatsächlich den wertvollsten Teil der Ausbildung darstellte. Im zweiten Semester folgen mehrere Sitzungen mit ausgebildeten Supervisor*innen, die dir individuell Hilfestellung geben, wenn es im Coaching mal kniffelig wird. Isabell Braumandl ist überzeugt, dass die Coaching Ausbildung den Studierenden eine sehr gute Basis für den Berufseinstieg gibt, egal ob als Gesundheitspsychologe, Consultant oder Personalentwickler:

Neben ziel-, lösungs- und ressourcenorientierter Prozessführung verfügen unsere Absolventen über zusätzliches Spezialwissen zur Gestaltung vertrauens- und bedürfnisorientierter Interaktion in Theorie und Praxis. Sie haben also einen breiten und tiefen theoretischen und praktischen Wissenshintergrund, der wohl eher sehr selten zu finden sein dürfte.

Eine weitere Motivation für viele Studierende dürfte es zudem sein, dass man nach jedem absolvierten Semester ein Zertifikat bekommt, mit dem sich die neu gewonnenen Fähigkeiten im Lebenslauf belegen oder in persönlichen Gesprächsverläufen belegen lassen.

Fazit: Die Coaching Ausbildung an der Universität Salzburg lohnt sich!

Die integrierte Coaching Ausbildung im Masterstudium Psychologie war einer der entscheidenden Gründe, warum ich nach meinem Bachelorstudium in Mainz an die Universität Salzburg gewechselt habe. Dabei muss ich erwähnen, dass ich vorher schon eine Coaching Ausbildung in San Francisco (Kostenpunkt: 4000 $) absolviert habe und bereits seit sechs Jahren selbstständig als Coach arbeite. Auf Grundlage meiner bisherigen Erfahrungen bin ich der Meinung, dass die Coaching Ausbildung an der Universität Salzburg ein optimaler Weg ist, sich mit dem Thema Coaching vertraut zu machen. Ihr braucht keine Vorerfahrung und durch das vorgegebene Coaching Curriculum habt ihr in jeder Sitzung etwas, an dem ihr euch entlang hangeln könnt – selbst, wenn ihr nervös seid.

Mit das Beste an der Ausbildung ist sicherlich, dass man zwei komplette Coaching Prozesse durchläuft. Außerdem ist das Feedback, das man an den Ausbildungswochenenden bekommt, wirklich Gold wert, denn so ein Setting gibt es später im Berufsleben leider nicht mehr.

Wenn du im Bachelor Psychologie studierst und über einen Master an der Universität Salzburg nachdenkst, kann ich dir den Schwerpunkt Soziale Interaktion und die Coaching Ausbildung somit mehr als nur empfehlen.

Eure Iris

Iris

Iris ist aus dem schönen Mainz in das noch schönere Salzburg gezogen und studiert mit Leidenschaft Psychologie. Wenn die Uni sie nicht voll einnimmt, arbeitet sie an ihrem Coaching Business, schreibt Artikel über die Liebe oder radelt durch den Salzburger Regen ins Crossfit.

 

 

 

Photo-Credit (Titelbild): Photo by Helloquence on Unsplash

Photo-Credit (Gesprächssituation): Photo by Tim Gouw on Unsplash

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