Orientalischer Couscous-Salat im Glas

Du sitzt noch im Kurs aber dir knurrt schon der Magen? Jeden Tag essen gehen ist dir aber zu teuer? In diesem Beitrag findest du einfache, günstige und vor allem leckere Inspirationen für deine Unijausenbox. Das beste? Du kannst die Rezepte aus Teil I deiner Unijausenbox schon am Vorabend zubereiten und einfach am nächsten Tag die fertigen Mahlzeiten aus dem Kühlschrank nehmen und mitnehmen.

Als Student*innen haben wir immer wieder denselben Konflikt: Einerseits wollen wir Geld sparen, andererseits sind wir der allseits bekannten Mittagsmenüs schon überdrüssig. Wir haben für euch daher ein paar Rezepte zusammengestellt, auf Basis derer ihr euch eine leckere, gesunde, abwechslungsreiche und vor allem auch günstige Unijause zubereiten könnt. Um euch nicht mit allen Rezepten auf einmal zu erschlagen, haben wir das Ganze auf zwei Artikel aufgeteilt. In Teil I findet ihr hier nun drei Rezepte, die ihr schon am Vortag zubereiten könnt. In Teil II folgen dann drei weitere Rezepte, aus denen ihr noch schnell am Morgen etwas zaubern könnt, falls ihr am Vorabend keine Zeit oder Lust mehr hattet. So oder so ist für jede*n etwas dabei: von veggie über klassisch bis hin zu fernöstlich. In Teil I erwartet euch nun ein italienischer Nudelsalat, eine asiatische Instantsuppe (nicht aus einem Plastikbecher, keine Sorge) und ein orientalischer Couscoussalat.

Für Sonnenanbeter*innen: Italienischer Nudelsalat

Ein bisschen Sommer gefällig? Mit diesem Nudelsalat kannst du der Uni – zumindest kulinarisch – für einen Augenblick entfliehen und von Sonne und Meer an der Amalfi-Küste träumen. Begleitet wirst du dabei vom Geschmack von getrockneten Tomaten, fruchtigem Pesto und dem Duft von frischem Basilikum.

Nudelsalat mit Gemüse im Glas

Dauer: 25 Minuten

Das brauchst du:

  • 80g Nudeln (meine Empfehlung: Vollkorn-Fussili oder Penne)
  • 3-4 getrocknete Tomaten (gibt es eingelegt in der Antipasti-Abteilung)
  • 1 Mozzarella
  • 1-2 TL Pesto Rosso
  • Eine Hand voll Ruccola
  • Frisches Basilikum
  • Wahlweise: Knoblauch, Oliven, ein Schuss Balsamico, Parmesanspäne

Zubereitung des italienischen Nudelsalats:

Koche die Nudeln wie angegeben. Pass auf, dass sie nicht zu weich werden, sonst zerfallen sie im Nudelsalat. Danach siebst du sie ab und wartest bis sie ausgekühlt sind. In der Zwischenzeit kannst du die restlichen Zutaten in mundgerechte Stücke schneiden. Danach gibst du alles in eine Schüssel und verrührst es.

Tipp: Der Nudelsalat hält sich im Kühlschrank 1 bis maximal 2 Tage. Du kannst also gerne auch ein bisschen mehr kochen. Wenn du einen Teil der gekochten Nudeln außerdem „unmariniert“ lässt, kannst du am nächsten Tag eine andere Kombi versuchen, etwa mit grünem Pesto.

Für Suppentiger: Selbstgemachte Instantnudelsuppe

Bei uns ist sie mittags eher selten gesehen, in Asien ein Dauerbrenner: die Instantnudelsuppe! Dabei ist es so herrlich simpel – einfach heißes Wasser aufgießen, umrühren und eine günstige, warme Mahlzeit genießen. Vergleicht man die Suppen im Supermarktregal mit denen eines Asia-Ladens deines Vertrauens, ist der Unterschied schnell erklärt. Halb so viel Auswahl, halb so große Portionen und daher verhältnismäßig teurer. In beiden Fällen vermisst man jedoch so oder so frische Zutaten wie Gemüse, Fleisch oder Fisch.  Daher gibt es von mir ein Rezept für eine selbstgemachte Instantnudelsuppe mit frischen Zutaten.

Instantsuppe im Glas

Dauer: 15 Minuten

Zutaten für ein großes Einmachglas (0,75l):

  • 60-80g Nudeln
  • 100g Hühnerfleisch
  • 1 große Karotte
  • 1 Hand voll frischen Babyspinat
  • 60g Erbsen (TK)
  • 100g Lauch oder Frühlingszwiebel
Zutaten für Instantsuppe

Zutaten für die Suppenpaste:

  • 1-2 TL Instantsuppenpulver
  • ½ TL Currypaste
  • 2-3 TL Sojasauce
  • 1 TL Zitronen- oder Limettensaft
  • Optional: Chiliöl, Chilipulver, Currypulver

Zubereitung der selbstgemachten Instantnudelsuppe:

Schneide das Fleisch in dünne Streifen schneiden und mariniere es anschließend mit etwas Öl, Sojasauce und Zitronensaft. Nun schneidest du die Karotte in dünne Streifen und den Lauch klein. Die Zutaten für die Suppenpaste verrührst du gut in einer kleinen Schüssel und schmeckst sie dann ab. Im nächsten Schritt brätst du das Fleisch in einer Pfanne gemeinsam mit dem Lauch an. Die Karottenstreifen werden nur kurz gedünstet, bis sie bissfest sind. Die Nudeln kochst du nach Angabe der Packungsbeschreibung. Ist das geschafft und soweit alles fertig, kann das Glas befüllt werden. Verteile dabei zunächst die Suppenpaste auf dem Glasboden. Danach gibst du das Fleisch mit dem Lauch darüber. Als nächstes werden Erbsen, Karotten und zuletzt die Nudeln und der Babyspinat in das Glas gefüllt. Wichtig ist, dass das Glas nur zu ¾ befüllt ist.

Variation darf sein

Grundsätzlich könnt ihr jedes Gemüse, das ihr gerade zu Hause habt, verwenden. Bereits ausprobiert und weiterzuempfehlen kann ich Brokkoli, Sojabohnen, Zuckererbsenschoten, Bambussprossen und Pilze. Wer zu faul ist, Gemüse zu schneiden und vorzugaren, kann auf eine Packung Streifengemüse aus dem Tiefkühlregal zurückgreifen. Je nach Tiefkühlgemüse muss dieses nicht mehr vorher angebraten werden – lest hierzu jedoch auf der Verpackung nach. Bei der Wahl der Nudeln sind keine Grenzen gesetzt. Meine persönlichen Favoriten sind jedoch Glasnudeln und Mie-Nudeln.

Vor dem Genießen braucht es heißes Wasser

Bevor ihr eure Nudelsuppe nun genießen könnt, müsst ihr noch heißes Wasser hinzugeben. Idealerweise nehmt ihr hierfür einen Wasserkocher zur Hand. Um an diesen zu kommen, empfehle ich euch, am besten bei eurer StV vorbeizuschauen. Wenn ihr nett fragt, wird euch dort in der Regel bestimmt weitergeholfen. Ist das Wasser dann heiß, füllt ihr damit euer Glas. Rührt kurz um und gebt dann den Decker wieder rauf. Nach 5 Minuten sollte sich die Suppenpaste aufgelöst haben und die Zutaten warm sein. Mahlzeit!

Für Veggie-Fans: Orientalischer Couscous-Salat

Dieses Gericht bereite ich gerne am Vorabend vor, wenn ich bereits etwas mit Couscous, Kichererbsen oder Melanzani gekocht habe. Der Couscous-Salat (siehe Titelbild) schmeckt sowohl warm als auch bei Zimmertemperatur gut und ist ein sättigendes Mittagessen.

Dauer: 20 Minuten + 20 Minuten ziehen

Zutaten für ein Glas (0,5l) oder eine mittelgroße Dose:

  • ½ Tasse Couscous
  • ½ Melanzani
  • 4 Kirschtomaten
  • Frühlingszwiebel
  • Petersilie
  • 50g Kichererbsen (aus der Dose)
  • Zitronensaft
  • Viel Olivenöl
  • Kreuzkümmel, Salz
  • Sesampaste (Tahina)
  • Optional: Chili

Zubereitung des Couscous-Salats:

Zu Beginn bereitest du erstmal den Couscous entsprechend der Packungsbeschreibung zu. Schneide dann den Melanzani in Würfel (ca. 1 cm dick) und gib sie dann in eine mit Küchenrolle ausgelegte Schüssel. Streue etwas Salz darüber und lass es mindestens 20 Minuten ziehen. Das Salz entzieht dem Gemüse Feuchtigkeit. Beim späteren Anbraten tritt dadurch weniger Wasser aus und es wird weniger Öl aufgesaugt. Als Nächstes hackst du die Frühlingszwiebel und Petersilie klein und vermengst das Ganze mit dem Couscous. Brate dann die Kichererbsen in einer Pfanne mit etwas Olivenöl bei niedriger Hitze an und würze sie mit Kreuzkümmel und Salz. Tupfe nun die Melanzanistücke ab und brate sie auf mittlerer Hitze in Olivenöl an, bis sie fast dunkelbraun sind. Wenn das erledigt ist, kannst du die Tomaten vierteln.

Dressing gefällig?

Für das Dressing musst du in einer kleinen Schüssel Zitronensaft, Olivenöl, Salz und etwas Sesampaste vermischen. Achtung! – nicht auf das Abschmecken vergessen, bevor du das Dressing in den Behälter füllst. Gib dann den Couscous und die übrigen Zutaten hinzu. Vor dem Essen einfach das Glas gut durchschütteln oder wahlweise mit einer Gabel oder einem Löffel darin umrühren, damit sich das Dressing verteilt.

Tipp: Natürlich kann auch anderes Gemüse verwendet werden wie z.B. Zucchini statt Melanzani. An Stelle der Kichererbsen passt auch gut etwas Hühnerfleisch, was man sogar gleich würzen und zubereiten kann. Auch Mandelsplitter oder Schafskäse wären ein gutes Topping, wenn ihr den Couscous-Salat zwischendurch etwas variieren wollt.

An dieser Stelle angekommen, hoffen wir, dass wir euch mit den vorgestellten Rezepten dabei helfen konnten, euer persönliches Mittagsmenü etwas aufzupeppen. Und egal, für welches Rezept ihr euch nun entscheidet, wir wünschen euch auf jeden Fall guten Appetit.

Eure Katharina & Fabia

Katharina

Katharina kommt aus dem schönen Innviertel, fühlt sich aber auch in Salzburg richtig wohl. Wenn sie nicht gerade irgendwo durch Europa reist, verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit Sport, Kochen oder Kunst.

 

 

 

 

 

 

Fabia

Fabia ist gebürtige Salzburgerin mit einer Liebe für Internationales. Sie studiert Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg und arbeitet in einer Steuerberatungskanzlei. Ihre Leidenschaft ist das Kochen und Reisen, aber auch Konzerte besucht sie gerne.

Bilder: Redakteurinnen

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