Eine Aufnahme von Istanbul bei Nacht.

Im Sommersemester 2015 habe ich mich für sechs Monate in die aufregende Welt des Orients begeben: ein Auslandssemester in Istanbul. Eine unvergessliche Zeit sollte auf mich warten, zwischen Moscheen, Kebap und wilden Erasmus-Partys. Hier erzähle ich euch von meinen persönlichen Eindrücken, den positiven und den negativen Seiten. Im fünften Teil meiner Auslandsreihe nehme ich euch mit in das Nachtleben der Millionenmetropole.

Nicht umsonst sind Erasmusstudierende als allgemeine Partygänger*innen bekannt. Fernab von der Heimat fühlt es sich manchmal an wie ein Dauerurlaub, wenn da nicht noch die Uni wäre. Aber dennoch kommen die angehenden Akademiker*innen und alle anderen auch häufig genug auf ihre Kosten – besonders im türkischen Istanbul.

Partyhochburg Istanbul

Istanbul ist in vielerlei Hinsicht eine Metropole. Das gilt auch für das Nachtleben. Besonders der Taksimplatz mit der Istiklal-Straße verwandelt sich nach Sonnenuntergang von einer Einkaufs- zur Partymeile der Stadt. Von Bars über kleine Clubs bis hin zu großen Diskotheken lässt sich hier alles finden. Das Besondere in Istanbul: Es findet praktisch nichts in unterirdischen Tiefparterren statt, so wie ich es von Österreich und Deutschland gewohnt war. In den vielen Seitenstraßen und deren Gassen spielt sich das Geschehen schon oberhalb der Erdoberfläche ab.

Hat man sich dann erst mal auf ein Gebäude festgelegt, darf man sich noch zwischen den einzelnen Stockwerken entscheiden. Denn hier führt meist jede Treppe in eine neue Bar oder einen neuen Club. Bei um die fünf Stockwerke pro Haus lässt es sich schon einmal eine ganze Nacht in nur einer Ecke der Stadt aushalten – Abwechslung dennoch garantiert! Für besonders schöne Nächte sorgen auch die vielen Rooftop Bars und Clubs. Cocktails Schlürfen und Tanzen unter freiem Himmel ist einfach unschlagbar. Und besonders in der Gegend um Galata ist der Ausblick wirklich atemberaubend. Das Ritim ist dafür ein gutes Beispiel: Ein kleiner Club, vorwiegend für Erasmusstudis und Backpacker*innen, in dem man immer auf offene Leute und neue Bekanntschaften trifft. Für einen gemütlichen Drink zum Einstieg des Abends mit Stadtpanorama kann ich das Vida Pera in der Nähe empfehlen.

Eine Aufnahme der Stadt Istanbul bei Nacht.

Vielfältiges Angebot in Istanbuls Nachtleben

Hat man trotz des reichhaltigen Ausgehangebots einmal keine Lust auf das absolute Zentrum der Stadt und seinen Tourist*innen, gibt es auch im angrenzenden Cihangir einiges zu entdecken. Dieser Stadtteil wurde in den letzten Jahren immer beliebter und hat sich mittlerweile vom heruntergekommenen Viertel für Künstler*innen, Studierende und Ausländer*innen zum Szeneviertel entwickelt, wo das junge Istanbul feiern geht. Die Minimüzikhol ist einer der angesagten Elektro-Hipster-Clubs dort.

Doch auch die asiatische Seite Istanbuls ist nicht gerade langweilig. Besonders im Stadtteil Kadiköy mit seinem Bezirk Moda hat sich eine sehr schöne Ausgehkultur entwickelt. Es reihen sich viele Bars und Straßencafés aneinander, die an einem der vielen warmen Abende eine wunderschöne Atmosphäre zum Verweilen bieten.

Aber egal, wo es euch hin verschlägt, die Nächte in Istanbul werden selten langweilig. Lasst euch einfach treiben…

Eine Aufnahme des städtischen Nachtlebens in der türkischen Stadt Istanbul.
Ein kleiner Tipp zum Abschluss: Gönnt euch nach einer wilden Nacht einen (oder zwei) ‚Wet Burger‘ (Türkisch: Islak Burger). Die nassen Burger sehen unappetitlich aus, aber werden nach einer durchzechten Nacht euer neuer bester Freund sein (sofern ihr Fleisch esst). Afiyet olsun!

Was ich noch so in Istanbul erlebt habe? Im sechsten und damit letzten Teil meiner Auslandsreise erzähle ich euch mein abschließendes Fazit zu meinem Erasmusaufenthalt. Eines kann ich euch bereits jetzt verraten: Istanbul hat bei mir einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Falls ihr noch mehr zu meiner Zeit in Istanbul wissen möchtet – hier geht’s zu Teil 123 und 4 meiner Beitragsreihe.

Eure Ina

Ina

Ina sollte sich eigentlich auf ihre Masterarbeit konzentrieren, widmet sich aber zur Zeit viel lieber anderen Dingen: Sie erkundet die Welt leidenschaftlich gerne mit ihrer Kamera, macht Radio, gestaltet das Unileben mit der StV KoWi ein bisschen bunter und schreibt für diesen Blog, wenn sie nicht gerade feministische Bücher liest.

 

 

 

 

Photo-Credits:

Mojca JJ auf Pixabay (Titelbild)
vedat zorluer auf Pixabay (Panorama)
Pexels auf Pixabay (Auto)

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