Bei der Auftaktveranstaltung des Women in Science Club

Im Jahr 2017 waren an der Universität 27% der Professor*innen weiblich, im allgemeinen Verwaltungspersonal liegt die Frauenquote hingegen bei 60%. Bei den ordentlichen Studierenden liegt die Frauenquote ebenfalls bei 60% – über alle Studiengänge hinweg. Mit der Frage, warum Frauen mit zunehmender Höhe auf der Karriereleiter seltener vertreten sind, kann man sich lange und über verschiedenste Zugänge wissenschaftlich beschäftigen. Doch es geht auch anders.

Auf Hindernisse und Schwierigkeiten vorbereitet sein

Der Women in Science Club Salzburg ist aus bestimmten Beweggründen entstanden: Frauen, die sich bereits in den unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaft etabliert haben, berichten nicht nur über ihre Erfolge, sondern insbesondere auch über die Herausforderungen, die Stolpersteine und die Momente, die sie an ihrer Karriere in der Academia zweifeln haben lassen. Es sind diese Geschichten, die es jungen Wissenschaftlerinnen leichter machen, ihren eigenen Weg zu finden und die Stolpersteine zu umgehen. Dabei helfen auch die Vernetzung, das Kennenlernen anderer Studentinnen mit ähnlichen Karrierezielen aus unterschiedlichen Disziplinen sowie der persönliche Kontakt mit Professorinnen, die auch Unterstützung, Tipps und Hilfe geben können.

Women in Science Club - Das Organisationsteam mit Prof. Zoe Lefkofridi
Das Organisationsteam mit Prof. Zoe Lefkofridi (rechts außen)

Ein Treffen für Austausch und Networking

Am 07. März 2019, am Vorabend des Weltfrauentages, traf sich der frischgegründete Women in Science Club, um zusammen mit Prof. Zoe Lefkofridi genau dieses Ziel zu erreichen: Erfahrungsaustausch, Vernetzung und Inspiration für eine akademische Karriere. Prof. Zoe Lefkofridi berichtete über ihre Erfahrungen im Rahmen ihrer ersten Tagung und davon, wie mangelndes Selbstvertrauen bei Frauen dafür sorgen kann, dass man wichtige soziale Termine für eine Präsentationsvorbereitung opfert. Doch auch bei den ersten wissenschaftlichen Papers wartete ein Stolperstein. Der Umgang mit teils sehr schroff formuliertem Feedback oder der Ablehnung einer Arbeit muss nämlich gelernt sein. Davon dürfe man sich jedoch nicht abschrecken lassen, denn Feedback kann je nach Reviewer arbiträr ausfallen. So können auch gute Papers eine Ablehnung bekommen – sogar in der Wissenschaft gibt es so etwas wie „Geschmackssache“.

Prof. Zoe Lefkofridi beim Women in Science Club-Treffen

Ein Abend zum Netzwerken

Der Abend wurde umrahmt von einem Buffet, welches dazu einlud miteinander zu reden, zu philosophieren und Kontakte zu knüpfen. Das „Chapter 1“ des Women in Science Club wird demnach bestimmt nicht das letzte Kapitel sein. Nach der erfolgreichen Auftaktveranstaltung freut sich das Organisationsteam auf weitere neue sowie alte Gesichter beim nächsten Treffen.

Das schön angerichtete Buffet beim ersten Treffen des Women in Science Club

Am Ende bleibt noch anzumerken: Natürlich stehen die Veranstaltungen allen Personen offen, denn auch für Männer können die Erfahrungsberichte spannend und bereichernd sein. Wenn ihr also Lust habt, dann kommt zu unserem nächsten Treffen. Gute Stimmung ist garantiert.

Mirella Werthmann, Sophia Tscherne, Maximilian Wagner, Timo Witt & Zeinab Mohammadi (Women in Science Club)

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