Foto: Anna sitzt auf Gelaender

Italien, Schweiz, Irland, Island oder doch Schweden? Die Auswahl an Destinationen für ein Auslandssemester ist einfach riesig und die Entscheidung demnach mega schwierig. Mir ist es da nicht anders ergangen. Nach schlaflosen Nächten und ewigem Hin und Her habe ich mich dann aber für Schweden entschieden und das war eine der besten Entscheidungen meines Lebens.

Du kannst mit Schweden nicht viel mehr als Elche, IKEA und Pippi Langstrumpf assoziieren? Dann wird es Zeit für eine Einführung in die wunderbare Welt von Semla und Co., gelben Rapsfeldern und roten Holzhütten, Nordlichtern, Fika und studentnationer! Und du wirst sehen, nach dieser Lektüre willst du wahrscheinlich sofort dein Auslandssemester in Schweden planen.

Meine Top 7 Gründe für ein Auslandssemester in Schweden

Grund 1: Top Universitäten mit besten (Aus-)bildungsmöglichkeiten

Zahlreiche schwedische Universitäten befinden sich bei Hochschulrankings unter den Top 100 der ganzen Welt. Das ist nicht verwunderlich, denn hier im Norden findet sich ein Hochschulsystem, das als eines der besten der Welt gilt. Individualität und Selbstentfaltung, Kreativität und Innovation stehen hier hoch im Kurs. Genau deswegen zieht es Student*innen von überall auf der Welt in den Norden Europas.

Foto: schwedische Uni

Grund 2: Ein Hoch auf die Studentnationer

Diese studentischen Gewerkschaften werden einen zentralen Punkt in deinem Erasmusleben in Schweden einnehmen: Sie helfen dir nicht nur bei der Wohnungssuche und Organisatorischem für die Uni sondern veranstalten jede Menge Aktivitäten: Kochkurse, Ausflüge, wöchentliche Sportangebote, Spiele- und Talente-Abende, günstige Brunch-, Mittags- und Abendmenüs sowie Clubnights. Darüber hinaus kannst du in diesen Nations auch aktiv mitwirken, in dem du in der Küche hilfst, in der Bar ausschenkst oder dich bei der Organisation von Veranstaltungen einbringst.

Grund 3: Talk English to me

Über eine potenzielle Sprachbarriere brauchst du dir keine Sorgen machen, denn 97% der schwedischen Bevölkerung spricht erstklassiges Englisch. Heuer befindet sich Schweden beim EF English Proficiency Test wieder einmal auf Platz 1 in Europa. Dennoch zahlt sich ein Schwedisch Grundkurs auf alle Fälle aus, damit du einfache Bestellungen in Cafés und Bars aufgeben kannst und Small Talk mit den Swedes führen kannst.

PS: Die Aussprache ist einfach genial und wird dir des Öfteren ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern!

Grund 4: Unvergessliches Natur-Erlebnis

Schweden erstreckt sich von Norden nach Süden über unglaubliche 1.574 km und bietet somit ein abwechslungsreiches Repertoire an Landschaftsbildern: schroffe Küsten und Felsen im Bereich der Schäreninseln, weiße Sandstrände und Rapsfelder im Süden, üppiger Waldreichtum und Seen in Mittelschweden und das weite Land im Norden, das Hotspot für Nordlichter, Mitternachtssonne und Polarnacht ist.

Foto: Schwedische Natur

Grund 5: Backsteinhäuschen, moderne Architektur und viel Grün

Obwohl es in Schweden zahlreiche energiefreundliche Hausbauten und architektonische Highlights wie den Turning Torso in Malmö gibt, tauchen dazwischen kleine, süße Backsteinhäuser auf, die mit Rosen und Efeu umrankt sind. Und dann gibt es die typischen roten Holzhütten, die wohl jeder vor Augen hat, wenn es um das schwedische Landleben geht.

Foto: Gelbes Haus in Schweden

Apropos: In Schweden mag man es grün – zahlreiche Universitätsgebäude sind zum Teil oder gar ganzflächig mit Kletterpflanzen verziert. So verzaubert einen der grüne Schmuck im Frühling mit aufblühenden Knospen in weiß, rosa und violett, im Sommer mit satten grünen Blättern und im Herbst mit leuchtend rotem Laub.

Grund 6: Gleichberechtigung wird hier groß geschrieben

Die schwedische Gesellschaft wird nicht zu Unrecht als eine der liberalsten bezeichnet, denn gender equality und sustainability liegen den Schwedinnen und Schweden am Herzen. Hier wird Gleichheit für alle angestrebt – egal ob im Bereich Bildung, Arbeit oder Familienpolitik. Interessanter Fakt am Rande: Schweden zählt zu den nachhaltigsten Ländern der Welt und will bis zum Jahr 2040 100% aus erneuerbaren Energien beziehen!

Grund 7: Tid för Fika!

Mit Abstand mein liebster Punkt! Du fragst dich jetzt wahrscheinlich „Fika… waas??“ Ich weiß ja nicht, was in deinem Kopfkino gerade abläuft, aber in Schweden versteht man unter Fika eine Pause, die man zusammen mit Freunden verbringt, dabei Kaffee schlürft und leckere Süßgebäcke wie Kanelbulle, Semla, Wiener Bröd oder ein Stück Prinsesstårta verspeist. Also Kaffeepause auf Schwedisch! Fun fact am Rande: Fika gibt es hier nicht nur einmal am Tag, sondern gleich vier- bis fünfmal! Wie toll!

Foto: Kaffee und Kuchen

Wie du siehst, Schweden ist alles andere als langweilig und es gibt noch tausend andere Dinge, die es im Land der Mitternachtssonne zu entdecken gibt. Also, vielleicht startest auch du bald in dein Auslandssemester in Schweden.

Hej då!

Eure Anna

Anna Z

Anna Z. hat seit ihrem Auslandssemester in Schweden den Norden für sich entdeckt. Wenn sie mal nicht um die weite Welt reist, findet man sie hoch oben in den Bergen. Erste Anzeichen für ihre Liebe zum Texten, gab’s schon im Kindergarten, als sich Anna aufgrund ihres Vor- und Nachnamens (A. Z.) als Buchstabenkönigin bezeichnete, die über das Alphabet regiert.

 

 

PS: Eigentlich steckt in uns allen ein/e kleine/r Schwede/in! Denn laufend finden schwedische Elemente ihren Weg in unsere Gesellschaft. Seien es Kinderserien wie Nils Holgersson und Michel aus Lönneberga, technische Innovationen wie Bluetooth, Skype und Spotify, trendige Popmusik von Zara Larsson, Lykke Li, Tove Jo, The Hives und NONON, der angesagte Scandi-Look oder der Lifestyle-Trend Lagom!

Teile diesen Beitrag auf Facebook & Co.