Marlene im Schnee

Hallo und willkommen zurück zum fünften und letzten Teil meines Island-Tagebuchs! Dieses Mal nehme ich euch mit auf Geburtstags- und Erasmus-Partys, berichte vom Schneechaos in Akureyri und nehme euch mit auf einen Trip nach New York. Aber lest selbst!

New York, New York

Dienstag, 6. November

Das wisst ihr ja noch gar nicht: Ein Monat noch, dann geht es nach New York. Gemeinsam mit Ane, Chloe und Quentin fliege ich am 6. Dezember in die USA. Geplant ist das schon lange und die Vorfreude ist riesig. Dortbleiben werden wir eine Woche. Das heißt am 13. Dezember geht es für mich zurück nach Hause und damit rückt das Ende meiner guten Zeit hier immer näher.

Für Chloe geht’s anschließend weiter nach Berlin – diese Stadt zu sehen sei schon immer ein großer Traum für sie. Ane kommt noch mal nach Akureyri zurück, da sie Weihnachten mit ihrem Bruder in Island verbringen wird. Auch Quentin bleibt über die Weihnachtszeit in Island. Er bleibt allerdings sowieso ein ganzes Jahr hier. Also noch einmal ein Semester länger für ihn. Auch Tyna hat beschlossen den Erasmus Aufenthalt zu verlängern. Sie ist glücklich hier, wie sie mir erzählt. Ich kann sie verstehen. Für mich ist es allerdings Zeit zu gehen. Wie schwer der Abschied auch fallen wird, freue ich mich doch schon sehr auf mein „altes“ Leben zu Hause.

Abends sitzen wir alle beisammen und basteln das Geschenk für Yvonne. Yvonne hatte gestern Geburtstag, allerdings ist sie gerade noch in Reykjavik mit ihren Eltern. Wir planen für sie eine Überraschungsparty zu schmeißen.

Mittwoch, 7. November

Morgen steht für uns die mündliche Prüfung in Icelandic Language an. Deswegen wird fleißig gelernt, was auch die unübliche Stille in unserem Haus erklärt.

Später kommt Yvonne von Reykjavik nach Hause. Leider mit einer weniger guten Nachricht. Mitten in der Hauptstadt wurde in ihr Auto eingebrochen.

Ich schenke ihr einen Nikolaus – vielleicht als kleine Aufmunterung, aber auch weil sie Geburtstag hat. Vor allem aber, weil die Supermärkte damit voll sind und ich nicht daran vorbeigehen kann, ohne mit einem Weihnachtsschoko nach Hause zu gehen.

Beer-Tasting

Donnerstag, 8. November

Um neun Uhr morgens ist es noch immer dunkel draußen. Nach dem Besuch im Fitnessstudio mit Tyna und Linda geht es dann ab zum “Beer Tasting”. Die Deutschen, Linda und ich fahren mit den isländischen Studenten eine Stunde in einen Ort, dessen Namen ich vergessen habe. In einer Halle, in der es abartig nach Fisch riecht, probieren wir die unterschiedlichsten Biere – darunter auch ein Weihnachtsbier. Die Führung ist zwar auf Isländisch, aber wir bekommen alles übersetzt. Um 21 Uhr geht es zurück nach Downtown, wo die Party weitergeht.

Happy Birthday Yvonne

Freitag, 9. November

Nach der Uni gibt es „Tvarohové knedlíky s jahodami“. Was? Das sind Dumplings mit Erdbeeren – eine Spezialität aus Tynas Heimat.

Dumplings

Ursprünglich war ja geplant, eine Überraschungsparty für Yvonnes Geburtstag zu schmeißen. Doch für die organisierte Yvonne scheint das ein Ding der Unmöglichkeit zu sein. So plant sie ihre eigene Feier in Form eines Pub Crawls und dekoriert unser Haus in eine Partyhütte um. Darüber beschweren tut sich dann auch niemand. Im Gegenteil: Top-motiviert geht es ins R5. In dem kleinen Pub schießen wir unser erstes Gruppenfoto und den ein oder anderen Shot.

Happy Birthday

Weiter geht es im Café Amour, das sich nur ein paar Meter weiter befindet. Es ist der erste Besuch in diesem Lokal für alle, was wir nicht verstehen, da freitags immer Karaoke-Night ist und das beste: Wir sind gefühlte zwei Stunden die einzigen Bier-Konsumenten und so können wir ausgelassen unsere Stimmbänder trainieren. Spaß, Spaß, Spaß.

Die Bar Götubarinn ist unser nächster Stopp. Hier steht mitten im Lokal ein Piano und Tyna zeigt uns ihre Skills. Es geht zurück nach Hause, da wir für Yvonne Pizza machen. Aber psst, das soll nun wirklich eine Überraschung werden. Nach der Stärkung und eine kleine Zerstörung unseres Hauses zielen wir unseren Lieblingsclub (in erster Linie deshalb weil er der einzige ist) Posthusbarinn an. Mission erfolgreich: Yvonne sieht glücklich aus, wenn sie ausgelassen tanzt 😀

Sei niemals der Gastgeber

Samstag, 10. November

Was ist die Regel Nummer eins für jede Party? Sei niemals der Gastgeber! Heute wird das Haus geputzt. Neben leeren Plastikbecher und schmutzigen Tellern finden wir auch die ein oder andere Tomatenscheibe auf den Boden kleben. Nice!

Später gehen wir in die Stadt und ich probiere zum ersten Mal isländisches Eis. Das wird hier an jeder Ecke angeboten. Wer hat schließlich keine Lust auf Erfrischung bei Minus-Graden.

Keine Pläne für die Zukunft sind die besten Pläne

Montag, 11. November

Meine Pläne für Island waren einst: Aufhören oder zumindest weniger zu rauchen, kein Alkohol in den vier Monaten, sportlich sein, gesunde Ernährung. Außerdem dachte ich, ich habe eine Menge Zeit über mein Leben nachzudenken, was ich will und wer ich sein will.

Da kann ich nur sagen: Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Dennoch gebe ich nicht auf und versuche mich über Wasser zu halten. Nach dem Fitnessstudio gehe ich einkaufen. Heute gibt es Gemüse.

Glück im richtigen Moment

Dienstag, 12. November

Auch heute steht das Fitnessstudio ganz oben auf meiner To-Do-Liste. Danach machen sich Tyna und ich einen Salat. Ich fühle mich schon wie eine richtige Sportskanone und ich nehme mir vor, das nun länger durchzuziehen. Am Abend geht es ins Backpackers für einen Burger. Ups!

Mittwoch, 13. November

Hätte ich unter dem Semester hin und wieder mal ins Buch geschaut, hätte ich vielleicht mehr Ahnung von der isländischen Sprache. Am Freitag habe ich aber dennoch die schriftliche Prüfung, also fange ich an zu lernen.

Abends treffen wir Agate. Sie ist die Mitbewohnerin von ein paar Erasmus-Kollegen. Leider verlässt sie am Freitag Island, weil sie nach Lettland zurückgeht. Ursprünglich war sie nur auf Durchreise in Akureyri doch dann hat sie beschlossen ein paar Monate hier zu arbeiten, ehe sie wieder nach Hause geht.

Wir spielen Karten. Ich habe mir bereits einen Ruf eingeholt, dass ich ein Talent zum Verlieren habe. Deshalb fängt Quentin an mit mir zu wetten. Das war sein Untergang. Ich habe Glück und er verliert 12 Bier gegen mich. Danke Quentin.

Party im Handyshop

Freitag, 16. November

Die Prüfung in Icelandic Language bestehe ich gut. Dafür möchte ich Quentin danken. Er hat mir die Sprache gestern noch beigebracht.

Abends sind wir auf einer Uni-Veranstaltung eingeladen. Das ist etwas schräg, da wir mitten in einem Handyshop stehen und zwischen Smartphones und Handyhüllen Frei-Getränke und Essen bekommen. Verrückte Isländer! Später landen wir wieder im Posthusbarinn.

P.S. wir sind nicht stolz darauf

Sommerliche Temperaturen

Samstag, 17. November

Der nächste Geburtstag steht vor der Tür. Und somit auch die nächste Party… Again…

Tyna wird 24 und unser Haus wird wieder auf den Kopf gestellt.

Sonntag, 18. November

Nach einem langen Partywochenende entspannen wir heute in den Geosea Geothermal Sea Baths. Wir fahren mit einem großen Bus in die nächst gelegene Stadt namens Husavik. Das bringt keine guten Erinnerungen für Linda und mich (siehe Whale Watching – Never again).

Ich unterhalte mich mit drei Isländerinnen, die in Akureyri geboren und aufgewachsen sind und nun an der Uni studieren. Zurzeit ist es mit plus zehn Grad Celsius verhältnismäßig warm in Island. Kalt ist es noch immer doch die drei meinen „Oh, it is soo warm.“

Nach dem Bad bekommen wir Pizza. Wunschlos glücklich und voll, rollen wir zurück zum Bus und fahren nach Hause.

Die Geburtstagswoche

Montag, 19. November

Diese Woche ist eine ganz besondere Woche. Es ist die Geburtstagswoche. Beinahe jeden Tag hat jemand anderer seinen Ehrentag.

Ihr erinnert euch an die Geschichte, dass in das Auto von Yvonne in Reykjavik eingebrochen wurde? Sie erzählt uns, dass die Beamten es kaum glauben konnten, dass das wirklich passiert sein soll. Sie fragten sie, ob sie sich denn einen Spaß erlaube. Die geringe Kriminalitätsrate in Island ist tatsächlich kein Mythos.

Mittwoch, 21. November

Es ist Elodys Geburtstag. Zu diesem besonderen Anlass und auf ihrem Wunsch gehen wir mittags Sushi essen.

Am Nachmittag schreiben wir einen Essay in International Relations. Es ist unsere letzte Arbeit für diesen Kurs. Damit geht dieser dann schon zu Ende.

Am Abend überreichen wir Elody unser Geschenk: Ein selbstgemachtes Kochbuch, da sie Kochen zu ihren Hobbies zählt. Jeder von uns hat somit sein Lieblingsgericht in dem Buch verewigt. So wird es – dank Linda und mir – in Zukunft hoffentlich bald Käsespätzle und Kaiserschmarrn in Belgien geben.

Donnerstag, 22. November

Da ich noch eine Arbeit abzugeben habe, bevor es für mich nach New York geht, verbringe ich den ganzen Tag in der Bibliothek um daran zu feilen.

Abends gehe ich mit Linda ins Fitnessstudio und dann einkaufen. Gekauft werden unter anderem Mixgetränke, da es am Wochenende eine fette Geburtstagsparty für alle Geburtstagskinder geben wird. Neben Elody hatte am Dienstag Serena ihren großen Tag und heute ist Thorsten dran. Unsere liebe Ane hat morgen Geburtstag, also warten wir alle gemeinsam bis es Mitternacht ist um ihr gratulieren zu können. Wir essen Kuchen und freuen uns auf die morgige Party.

Freitag, 23. November

Für mich ist der letzte Tag an der Uni geschafft. Ich kann es kaum glauben. Die Stunden und Minuten vergehen hier so rasend schnell und es ist schwer für mich die letzten Tage noch zu genießen, da ich weiß, dass diese gute Zeit bald vorbei ist.

Geburtstagswoche

Am Abend steigt dann die letzte große Party mit allen Erasmus-Studenten. Und wie soll es anders sein, kommt die Polizei pünktlich auf die Minute um 12 Uhr Mitternacht. Wir machen uns schnell auf den Weg ins Posthus.

Mitten im Schneesturm

Samstag, 24. November

Das ganze Haus schläft bis Mittag. Aber das bringt uns nicht davon ab abends die Party wieder steigen zu lassen. Im Pub Götebarinn, das übrigens ein kleines Piano mitten im Lokal beherbergt, lassen wir uns nieder. Peca aus Tschechien versucht sein Glück und zeigt uns seine musikalischen Skills.

Sonntag, 25. November

Wir essen gemeinsam und ich mache mir einen frisch gepressten Orangensaft. Immer nur Wasser ist auf die Dauer langweilig. Ich schaue mit Ane einen Weihnachtsfilm – Der Grinch. Danach machen wir uns eine heiße Schokolade – aber auf Anes Art: Schokolade gemeinsam mit Milch in einem Topf erhitzen.

Am Abend koste ich dann noch von Adriens französischem Gericht namens Tartiflette, das aus 90 Prozent Käse besteht.

Donnerstag, 29. November

Schneesturm in Akureyri. Linda und ich müssen aber trotzdem raus aus dem Haus, da wir für Pia ein Geschenk besorgen wollen. Sie hat uns für morgen auf Glühwein eingeladen und außerdem ist es quasi unser „Abschiedstreffen“. Als wir vom Shoppen zurückkommen, sehen wir aus wie Schneefrauen, doch unser Hausmeister lässt uns wissen: „That is nothing“. Damit meint er, dass noch viel, viel mehr Schnee in Island fallen kann und wahrscheinlich auch wird.

Mitten im Schneesturm

Später muss ich noch einmal raus zur Car Rent Station. Nächste Woche geht’s ja nach New York und dafür müssen wir zum Internationalen Airport nach Keflavík. Doch durch den Schneesturm stecken wir quasi in Akureyri fest: Der kleine Flughafen und auch die einzig gute Straße sind gesperrt. Sie sagen mir, dass wir noch einmal am Sonntag kommen und hoffen sollen, dass das Wetter besser wird. Ansonsten können wir uns New York aufzeichnen.

Schnee

Am Abend sind wir bei Pia eingeladen. Es gibt Glühwein und typische isländische Beilagen. Wir essen Lebkuchen mit Käse, was anscheinend schmecken soll. Der Glühwein ist 1A und Ane, Linda und ich schenken der Familie einen selbstgemachten Kalender mit Fotos von uns für das neue Jahr 2019.

Wal und Vogel auf isländischen Speisekarten

Freitag, 30. November

Es hört nicht auf zu schneien und ich bekomme – langsam aber doch – eine kleine Krise. Was ist, wenn wir nicht raus kommen aus Akureyri? Muss ich für immer hierbleiben?

Montag, 3. Dezember

Für alle, die es noch nicht wissen: Island ist teuer. Bei einem Besuch in einem Restaurant sollte man mit 50 Euro pro Person rechnen. Da wir aber alle neugierig sind, beschließen wir es uns noch einmal so richtig gut gehen zu lassen. Wir gehen in ein Lokal, das uns Pia empfohlen hat. Hier könne man auf jeden Fall typische isländische Gerichte genießen. Ich esse Lamp Chop. Die anderen probieren außerdem eine Vorspeise mit Spezialitäten des Landes, wie Wal oder Vogel.

Dienstag, 4. Dezember

Dass es uns gerade „einschneit“, hat nun auch Österreich erreicht und so schreibt beispielweise Die Presse, dass Akureyri in Schneemassen versinkt. Ich bekomme reihenweise Nachrichten von Freunden und Familie, ob es mir denn gut geht. Ja, klar.

Schneien tut es mittlerweile zum Glück nicht mehr, das heißt grünes Licht für New York. Wir buchen das Auto und ich kann es gar nicht mehr erwarten, die Stadt zu sehen, die niemals schläft. Im Gegensatz zu Akureyri, wo es mir vorkommt, dass dieser Ort immer schläft.

Mittwoch, 5. Dezember

Der letzte Abend für mich in Island. Linda und ich kochen gemeinsam die Vorspeise für unser heutiges „Christmas Dinner“ im Haus. Der Plan war ursprünglich Frittatensuppe, doch nun machen wir eine Erdäpfel-, oder auch Kartoffelsuppe. Fragt einfach nicht warum.

Nach dem Dinner lösen wir unser Wichtelspiel auf. Ich hatte Yvonne und da sie Akureyri genau so liebt wie ich, schenke ich ihr ein „I love Akureyri“-Package. Ich bekomme stattdessen ein Geschenk von Adrien 🙂 Leider kein Käse, aber dafür ein Baguette.

Danach geht es das letzte Mal in die Stadt um das letzte Mal das „Nachtleben“ von Akureyri auszukosten. Ich kann euch gar nicht sagen, wie ich mich auf Salzburg freue – selbst auf die Sega.

Bye bye Island and hello New York !!

Donnerstag, 6. Dezember

Ich bleibe die ganze Nacht auf. Genauso wie Chloe und Ane. Für uns geht es um vier Uhr los und wir verabschieden uns. Ein paar sind noch munter vom gestrigen Abend und die anderen stellten sich den Wecker, damit sie uns eine gute Reise wünschen. Ich verlasse die Stadt mit Tränen in meinen Augen. Ich hoffe, wir sehen uns alle bald wieder <3

Nach einem langen Flug kommen wir um halb fünf nachmittags in New York an. Wir rufen Uber, das uns zu unserer Unterkunft bringen soll. Der erste waschechte Amerikaner: Er erzählt uns von Freiheit, Weed und seinen Frauen.

The Top of the Rock

Freitag, 7. Dezember

Die Stadt ist überwältigend atemberaubend. Nach einem Besuch beim Time Square, dem Stopp im Hard Rock Café, wo Gitarren und Kostüm von Jimi Hendrix und John Lennon ausgestellt sind, geht es weiter zum Shoppen in der 5th Avenue.

Time Square

Wir sehen den Trump Tower. Als es finster ist, machen wir uns auf dem Weg zum „Top of the Rock“ am Rockefeller Center: New York bei Nacht!

Top of the Rock_3

Top of the Rock

Basketball im Madison Square Garden

Samstag, 8. Dezember

Heute Abend sind wir live dabei beim Basketball-Spiel New York Knicks vs. Brooklyn Nets im Madison Square Garden. Dafür brauchen wir aber noch die nötige Ausrüstung. Gemeinsam mit Ane kaufe ich mir einen Knicks Sweater im NBA Store. Das wird dann wohl mein nächster Pyjama.

Central Park_1

Da wir ein Day and Night-Ticket für „Top of The Rock” gebucht haben, gönnen wir uns heute noch einmal New York bei Tag.

Central Park_2

Bevor es zum Spiel geht, drehen wir eine Runde im Central Park mit ausgeliehenen Fahrrädern.

Basketball_1

Den Knicks bringen wir kein Glück und sie verlieren…

Basketball_3

When you get drunk in McLarens (How I met your Mother)

Sonntag, 9. Dezember

Heute sehen wir den Grand Central Terminal – der Bahnhof, der in einigen Filmen zu sehen ist.

Grand Central Terminal

Als nächstes das Flatiron Building und danach der Chelsea Market, wo wir zu Mittag essen. Wir besuchen die High Lines und danach das Greenwich Village, das einfach nur dort bekannt ist, weil es so schön ist. Und tatsächlich: Das Viertel hat seinen Charme.

Grand Central Terminal

Ane, Chloe, Quentin und ich gehen ins Einkaufszentrum namens Macy`s, das ziemlich übertrieben weihnachtlich geschmückt ist. Doch was wäre Amerika ohne Übertreibungen…

McGee's

Und dann kommt das absolute Highlite für mich: Wir trinken Cocktails im McGee’s – das Pub, das zur Inspiration für das McLarens aus „How I met your Mother“ diente. Der wahre Drehort ist in Kalifornien, doch Ted, Barney und Co haben dort schon einige Nächte verbracht, wie uns die Mitarbeiter verraten. Ich trinke einen „Wait for it…“ und noch ein paar andere und nach ein paar Stunden schwanken wir aus dem Pub, entlang des Time Squares, zum Busbahnhof.

Sex and the City-Vibes

Montag, 10. Dezember

Auf dem Weg zu „Little Italy“ und Chinatown finden Ane und ich zufällig die Magnolia Bakery, die aus Sex and the City bekannt ist. Wir freuen uns und essen dort Cupcakes.

Magnolia BakeryAuch auf dem Weg sehen wir das Haus das durch die Fernsehserie “Friends” bekannt ist.

China Town

In China Town sehen wir nur noch Chinesen und es ist schwer sich auf Englisch zu verständigen. Ich versuche aber dennoch etwas zu Essen zu bestellen.

Memorial WTC Memorial of World Trade Center_2

Unser nächstes Ziel ist das „Memorial of World Trade Center“.

Statue of Liberty_3

Bei Sonnenuntergang fahren Ane und ich mit der Ferry eine Runde vorbei an der Brooklyn Bridge zur Freiheitsstatue.

Statue of Liberty

Danach besuchen wir die Wall Street, doch da es bereits dunkel ist, beschließen wir per Subway zu unserer Unterkunft zu fahren.

Best Pizza New York`s

Dienstag, 11. Dezember

Heute geht es noch einmal zur Wall Street. Wir kommen vorbei am Charging Bull. Eine lange Schlange von Touristen wartet davor, mit den Eiern des Bullen ein Foto zu bekommen.

Charging Bull

Wir überqueren die Brooklyn Bridge und machen ein Video für die zurückgelassenen Erasmus Studenten in Island. Kuba fragt uns was denn das gelbe helle Ding am Himmel sei. Ein kleiner Scherz, da in Island nicht mehr viel Tageslicht zu sehen ist. Und auch ich kann euch gar nicht sagen, wie angenehm es ist, von der Sonne gewärmt zu werden – ein Gefühl, dass ich schon lange nicht mehr gespürt habe.

Brooklyn Bridge_1 Brooklyn Bridge Brooklyn Bridge

Auf der Suche nach einer guten Pizza und Free Wifi, lernen wir einen Rezeptionisten eines Hotels kennen. Er zögert nicht lange und ruft bei der – seiner Meinung nach – besten Pizzeria New Yorks an um herauszufinden, ob sie noch freie Plätze haben. Bei Grimaldi schließlich angekommen, gönnen wir uns eine echte amerikanische Pizza. Vielleicht nicht die beste, aber dennoch gut.

Pizza

Nach dieser Stärkung geht es weiter nach Dykler Heights – die Straße in der die Amerikaner komplett durchdrehen. Hier geht es nämlich nicht nur um besinnliche Weihnachten, sondern anscheinend darum wer das meiste Geld für die weihnachtliche Beleuchtung des Hauses ausgibt.

Chillen am Time Square

Mittwoch, 12. Dezember

Der letzte Tag in New York und da es die letzten Tage sehr hektisch war, gehen wir es heute gemütlich an. Das dachte sich auch der Busfahrer, der uns mehr als eine Stunde warten lässt. Ane und ich fahren zu einem Outlet-Center.

Der Plan danach war uns Gospel Gesang in einer Kirche anzuhören. Leider sind wir aber zu spät dran und wir schaffen es nicht mehr rechtzeitig. Stattdessen schauen wir in einem amerikanischen Tattoo-Studio nach, da Ane (und vielleicht auch ich) überlegt, ob sie sich eines machen lässt. Sie (und vielleicht auch ich) bekommt kalte Füße, also drehen wir wieder um.

„Das letzte mal Times Square“, denken wir uns. Wir machen es uns gemütlich auf „Liegen“ und genießen die letzten Momente mitten in New York.

Die beste Zeit geht zu Ende

Donnerstag, 13. Dezember

Da es heute nach Hause geht, bleiben wir in der Unterkunft und packen unsere Koffer.

Für Chloe geht’s weiter nach Berlin, ehe sie zurück nach Hause nach Frankreich fliegt. Quentin und Ane kehren zurück nach Island, wo sie noch einmal auf alle treffen werden. Doch für mich heißt es endgültig Abschied nehmen. Alle drei nehmen einen anderen Flug als ich.

Ich bin also nach vier Monaten das erste Mal alleine. Es ist ein unglaublich komisches Gefühl. Ich bin traurig, aber fühle mich zugleich frei – einfach schwer zu beschreiben. Eines weiß ich aber ganz bestimmt: In den letzten vier Monaten war ich wirklich richtig glücklich und diese Zeit war vielleicht sogar die beste, die ich bisher hatte! <3

Danke für eure Aufmerksamkeit

Freitag, 14. Dezember

Nach neun Stunden Flug und sechs Stunden Zeitverschiebung komme ich in München an. Morgen geht es dann weiter mit dem Bus nach Passau, wo mein Papa auf mich wartet.

Rückflug

Das ist das Ende meiner Reise, meines Abenteuers in Island und somit auch das Ende dieses Tagebuches.

See you in Salzburg <3

Eure Marlene

Marlene

Offen, neugierig und leiwand: Marlene musste raus aus dem kleinen Dorf in Oberösterreich. Jetzt studiert sie Kommunikationswissenschaft in Salzburg und fühlt sich hier richtig zu Hause.

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