Weihnachtskekse

Passend zur Adventzeit möchtest du ein bisschen Weihnachtszauber in deine Student/innenküche bringen? Dann probier es mit meinen einfachen Rezepten für drei der beliebtesten Weihnachtskekse und lass dich vom besinnlichen Duft von Zimt und Mandeln verführen.

Alle Jahre wieder… warten wir voller Spannung auf die Adventzeit. Wir genießen den Duft von Glühwein und gebrannten Mandeln und verlieren uns in den funkelnden Lichtern der Sterne und Lichterketten. Mein liebster Winter-Moment: wenn man völlig ausgefroren nach Hause kommt, eine Tasse Tee trinkt und dazu die ersten Weihnachtskekse genießt. Herrlich.

Weihnachtskekse: das MUSS in der Adventzeit

Gäbe es ein „cheat-month“, dann wäre das wohl der Dezember. Das Jahr ist fast vorbei, die Läden sind voll mit kuscheligen Oversize-Pullis und der Duft von Punsch, Bratwürsteln und Weihnachtsgebäck tanzt uns lieblich um die Nase. Fehlt nur noch eins: das nötige Kleingeld für die oft überteuerten Weihnachtskekse in den Läden oder auf den Christkindlmärkten. Damit du diese vorweihnachtlichen Glücksmomente selbst als Sparfuchs in vollen Zügen genießen kannst, habe ich heute für dich am Blog drei einfache Rezepte für Weihnachtskekse.

Meine Top 3 der beliebtesten Weihnachtskekse

1. Lebkuchen: der Klassiker unter den Weihnachtskeksen

Lebkuchen

 

Zutaten für Lebkuchen:

  • 150g Roggenmehl
  • 70g Honig
  • 40g brauner Zucker
  • 1 Pkg. Vanillezucker
  • 1 Ei
  • 2 TL Lebkuchengewürz
  • 1 TL Backpulver

Zubereitung von Lebkuchen:

Zu Beginn gibst du alle „trockenen“ Zutaten in eine Schüssel und verrührst sie. Das heißt, du mischt das Roggenmehl, den braunen Zucker, den Vanillezucker, das Lebkuchengewürz und das Backpulver zu einer einheitlichen Masse. Danach kannst du den Honig und das Ei dazugeben. Zu Beginn kannst du noch alles mit einem Kochlöffel verrühren, später (wenn der Teig klebrig und bröselig wird) empfehle ich den Teig mit gewaschenen Händen zu kneten. Das machst du so lange bis du eine einheitliche Teigmasse hast. In der Zwischenzeit kannst du übrigens den Ofen schon auf 180°C Ober- und Unterhitze vorheizen.

Tipp: Wenn du Zeit hast, empfehle ich den Teig über Nacht ruhen zu lassen, und erst am nächsten Tag weiter zu machen. Dafür wickelst du den Teig in Frischhaltefolie und legst ihn in den Kühlschrank. So wird der Lebkuchen nämlich noch weicher.
Lebkuchen

Nun kannst du die Lebkuchenmasse auswalken. Damit der Teig nicht kleben bleibt, empfehle ich etwas Mehl auf der Matte zu verteilen – aber nicht zu viel, sonst ist der Lebkuchen später am Boden voll mit Mehl. Wenn du den Teig ausrollst, achte darauf, dass er circa 5 – 7 mm dick ist, so bleiben die Kekse später schön weich. Wenn der Teig ausgerollt ist, kannst du auch schon mit dem Ausstechen loslegen.

Tipp: Falls du keinen Teigroller hast, kannst du eine Flasche mit glatter Oberfläche verwenden, zum Beispiel eine Weinflasche, die du vorher abwischst. Solltest du keine Keksausstecher haben, kannst du einfach ein Glas verwenden.

Wenn du die Kekse ausgestochen hast, kannst du sie auf dem mit Backpapier belegten Blech auflegen. Nun kannst du sie mit etwas Eiklar bestreichen und nach Belieben mit Nüssen, Dekoperlen oder Zuckerglasur verzieren. (Solltest du eher ein Schoko-Tiger sein, musst du mit dem Verzieren warten bis die Kekse fertig und ausgekühlt sind.)

Lebkuchen

Jetzt gibst du die Kekse bei 180° in den Ofen. Je nach Größe der Kekse empfehle ich nach 7 Minuten einen Blick in den Ofen zu werfen. Sobald du einen leichten brauen Rand erkennen kannst, nimmst du sie aus dem Ofen.

Tipp: Wenn du dir beim Backen nicht sicher bist ob der Teig durch ist, kannst du mit der Gabel eine Stichprobe machen. Wenn der (flüssige) Teig noch an der Gabelspitze klebt, ist das ein Zeichen, dass du noch ein bisschen warten musst.

Nachdem die Kekse fertig gebacken sind, lässt du sie noch auskühlen. Danach kannst du sie in eine Keksdose geben. Wenn du besonders weiche Kekse möchtest, kannst du die Schale von einem Apfel in die Keksdose geben.


2. Zimtstern:  der Verträumte unter den Weihnachtskeksen

Zimtsterne

Zutaten für Zimtsterne:

  • 1 Pkg. Mandeln gemahlen (200g)
  • 70g Staubzucker
  • 1 Eiklar
  • 1 EL Zimt
  • (nach Belieben 1-2 EL Amaretto)

Für die Glasur:

  • 1 Eiklar
  • 125g Staubzucker

Zubereitung von Zimtsternen:

Für die Zimtsterne gibst du einfach alle Zutaten in eine Schüssel und rührst so lange um, bis sich eine einheitliche Masse ergibt. Gleichzeitig kannst du den Ofen schon auf 170° (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Es kann sein, dass du beim Kneten des Teigs nach einer Weile mit den Händen nachhelfen musst, da der Teig zunächst sehr bröselig ist. Nach circa 5 Minuten kneten solltest du aber eine einheitliche Masse haben.

Tipp: Je nachdem wie groß das Ei ausfällt, kann es sein, dass du etwas mehr von den gemahlenen Mandeln nehmen musst, bzw. für die Glasur vom Staubzucker.

Für die Glasur mischst du das Eiklar und den Staubzucker so lange, bis eine zähflüssige, weiße Zuckermasse entsteht (siehe Foto). Damit keine Klümpchen entstehen, kannst du den Staubzucker vorher sieben.

Zimtsterne

Jetzt bist du bereit für den eigentlichen Spaß. Den Teig für die Zimtsterne rollst du ungefähr 5 mm dick aus, auf einer Backmatte mit etwas Mehl darauf. Dann kannst du auch schon mit dem Ausstechen loslegen. Die Sterne legst du dann auf ein Blech mit Backpapier und bestreichst diese mit der Zuckermasse.

Zimtsterne
Tipp: Wenn du die Zimtsterne in einer Light-Version backen möchtest, kannst du die Zuckermasse in ein Frischhaltesackerl geben, am unteren Ende ein winziges Loch schneiden und dann die Sterne mit feinen Zuckerlinien verzieren (siehe Foto).

Nun kannst du deine Zimtsterne auch schon in den Ofen geben. Ich empfehle nach 5 Minuten einen Blick auf die Kekse zu werfen. Nimm sie aus dem Ofen bevor sie am Rand braun werden.

Tipp: Damit deine Kekse nicht zu lange im Ofen bleiben, empfehle ich dir einen Timer auf 5 Minuten zu stellen. So vergisst du nie einen Blick auf deine Kekse zu werfen und wirst daran erinnert sie rauszunehmen bevor sie steinhart oder im schlimmsten Fall verkohlt sind. 😊

Wenn die Zimtsterne fertig sind lässt du sie noch etwas abkühlen. Danach kannst du sie in eine Keksdose geben.


3. Cornflakes-Keks: der Kindheitstraum unter den Weihnachtskeksen

Kekse Cornflakes

Zutaten für Cornflakes-Kekse:

  • 1/2 Pkg. Mandelstifte
  • 1/2 Tasse Cornflakes (nach Möglichkeit ungezuckert)
  • Tafel Schokolade nach Wahl

Zubereitung von Cornflakes-Keksen:

Zu Beginn schmilzt du die Schokolade. Stelle dazu die Herdplatte auf die unterste Stufe. (Wenn dein Herd zum Beispiel 12 Stufen hat, würde ich nicht höher als Stufe 2 gehen.) Das dauert zunächst ein bisschen, aber so kannst du sicher gehen, dass die Schokolade nicht anbrennt. Nach ein paar Minuten kannst du mit einem Löffel testen ob die Schokolade schon weich ist.

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Wenn sie sich zu einer Schokosoße ohne Klumpen verrühren lässt, kannst du die Mandelsplitter und die Cornflakes dazugeben. Jetzt kannst du alles verrühren. Das machst du so lange, bis alle Mandelsplitter und Cornflakes mit Schokolade überzogen sind. Wenn du das Gefühl hast, die Masse ist insgesamt noch sehr flüssig, dann kannst du noch mehr Cornflakes oder Mandelsplitter dazugeben.

Als nächsten Schritt legst du dir etwas Backpapier zur Seite. Mit Hilfe eines Löffels kannst du nun die Cornflakes-Kekse portionieren.

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Jetzt musst du nur noch warten bis die Schokolade wieder fest ist. Danach kannst du die Cornflakes-Kekse zu den anderen Keksen in deiner Keksdose geben.

3 Keksback-Tipps für Newbies

Abschließend habe ich noch ein paar allgemeine Tipps für dich, was das Kekse Backen anbelangt.

  • Leg die Kekse nie zu dicht aneinander, da sie beim Backen im Ofen noch etwas aufgehen. Du willst ja nicht, dass sie zusammenkleben.
  • Wenn du klebrige Finger hast, verwende warmes Wasser zum Händewaschen.
  • Falls der Teig an der Matte kleben bleibt, verwende entweder mehr Mehl als Untergrund oder nimm ein Messer zur Hilfe, mit dem du vorsichtig unter den Keks fährst und ihn so von der Matte löst.

Pssst … Geschenk gesucht? Du bist noch auf der Suche nach einem schönen und erschwinglichen Geschenk für deine beste Freundin, deine Oma, deine Tante … kurz: für deine Liebsten? Dann bietet sich ein selbstgemachter Keksteller perfekt an. Es zeigt, dass du viel Zeit und Liebe in das Geschenk gesteckt hast – und mal ehrlich, über einen leckereren und noch dazu selbstgemachten Keksteller freuen sich alle.

Also, nichts wie los: Weihnachtsplaylist einschalten, ran an den Herd und vom besinnlichen Duft und Geschmack der Adventzeit verzaubern lassen. Viel Spaß beim Backen!

Eure Katharina

Katharina

Katharina kommt aus dem schönen Innviertel, fühlt sich aber auch in Salzburg richtig wohl. Wenn sie nicht gerade irgendwo durch Europa reist, verbringt sie ihre Zeit am liebsten mit Sport, Kochen oder Kunst.

 

 

 

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