Kaleidoscope Mensa

Salzburg, die Stadt an der Salzach. Sie ist Zuhause für Massen an Mozartkugeln und Salzburger Nockerln, doch ebenso für viele Student/innen, deren Geldbörserl‘ meist nicht sehr reich bestückt sind. Zum Glück gibt es an der Uni Salzburg einige Mensen, die Studierende mit einem reichen Angebot an warmen und kalten Speisen versorgen. Doch wie schmeckt’s dort eigentlich? Ich hab den großen Mensa-Test für euch gemacht – von Juridicum über GesWi und Unipark bis hin zur NaWi!

Wer von uns kennt das nicht – man kommt zu Mittag aus einer Vorlesung und der Hunger ist groß: Da muss schnell was zu essen her! Wirklich leicht ist es aber nicht etwas aufzutreiben, das lecker und gesund ist, den Hunger längerfristig stillt und gleichzeitig das Portemonnaie schont. Da greift man gerne mal zum rasch gekauften Thunfisch-Mayonnaise-Sandwich oder zur Leberkäsesemmel. Doch es geht auch anders! Verteilt in der Stadt Salzburg gibt es die verschiedenen Mensen der Universitätsfakultäten, bei denen man von morgens bis nachmittags ein lauschige Plätzchen zum Brunchen, Mittagessen, Jausnen oder einfach zum Kaffeetrinken findet und die noch dazu leistbare Preise bieten.

Vielfältige Mensen-Landschaft: supergünstig für Studis

Mit den speziellen Angeboten für Studierende und „Mensa-Esser“ kann man bei den Mittagsmenüs und anderen Snacks sparen! So gibt es die „Mensa-Card“, die man als aktiv Studierende/r im ÖH-Büro (gleich beim Unipark Nonntal gelegen) bekommt sowie die neue App namens „Mensa-Club“, die man sich aufs Handy laden kann.

Natürlich hat jede Mensa  ihre Eigenheiten und Spezialitäten, die sie zu etwas ganz Besonderem macht. Für euch habe ich mich während der vergangenen Woche auf kulinarische Entdeckungsreise zu den verschiedenen Salzburger Mensen begeben, mich durch Suppen, Snacks und Hauptgerichte gekostet und alles genau unter die Lupe genommen, damit ich sie euch nun hier im Punkte-Ranking vorstellen kann.

MENSA 1: Juridicum – immer einen Abstecher wert

Mensa RW-Fakutät

Atmosphäre und Erreichbarkeit: 4 von 4 Punkten

Ein besonderes „Schmankerl“ ist die Terrasse, die bei Schönwetter zugänglich ist. Dort kann man seinen Blick über den gepflegten „Wolf-Dietrich-Hof“ schweifen lassen, in dem oft Skulpturen von verschiedenen Künstlern zu bestaunen sind. Doch auch wenn es regnet und stürmt, bietet die Mensa einen gemütlich eingerichteten Rückzugsort mit Sofas und optimal ausgeleuchteten Tischen in zwei gut ausgestatteten Räumen. Diese sind auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen problemlos erreichbar, da alles barrierefrei ist.

Die Atmosphäre ist hier ähnlich wie in einem riesigen, bevölkerten Wohnzimmer – entspannt und doch sickert die ständige Betriebsamkeit des Unilebens immer wieder durch, die sich mit Papiergeraschel oder gedämpften Diskussionen über die letzte oder bevorstehende Lehrveranstaltung bemerkbar macht.

Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 17:00 Uhr und freitags von 8:00 Uhr bis 15:00 Uhr.

Angebot, Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis: 4 von 4 Punkten

Wer morgens (zu) schnell aus dem Haus musste und keine Zeit mehr fürs Frühstücken blieb, kann auch dies hier nachholen, da es ein großes (und studentenfreundliches) Frühstücksangebot gibt (Single Frühstück €2,95 / Wiener Frühstück € 3,95 / Uni Frühstück € 4,95).

Das Mittagsangebot besteht aus einem Menü für Vegetarier (€ 5,40) und einem für die „Fleischtiger“ unter uns (€ 6,30) – Suppe und Salat sind im Preis inkludiert. Das Menü wird von 11:30 Uhr bis 13:30 Uhr angeboten.

Wer nach den Öffnungszeiten der Küche auf der Suche nach Essbarem ist, kann auch nachmittags zwischen Schinken-Käse-Toast, verschiedenen italienischen Snacks, Kuchen, gefüllten Weckerln und anderem wählen.

Mittagsmenü

In puncto Qualität gibt es hier meiner Meinung nach nichts zu bemängeln (selbst gekocht ist‘s aber natürlich immer besser, das ist klar *zwinker*), da die Gerichte vom Küchenpersonal auch am Teller schmackhaft angerichtet werden. Euer Menü könnt ihr auf Wunsch auch mit Gebäck ergänzen, das jedoch einen kleinen Aufpreis kostet.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt, da 1. die Portionen groß genug sind und man 2. die Speisen, die man für die niedrigen Preise bekommt, gerne immer wieder isst.

Extras, die angeboten werden: + 5 Punkte

  • Gratis Wasser
  • Hier ist das Sammeln der sogenannten „Coins“ bei jedem Einkauf mit der neuen Mensa-App „Mensa-Club“ (seit Anfang Oktober in Betrieb) möglich, durch die ihr dann tolle Vergünstigungen (bis zu -20% sind möglich) bekommt. Anmelden könnt ihr euch schnell und einfach bei der Mensakassa. Durch Verwendung dieser App tragt ihr sogar einen kleinen Teil zum Umweltschutz bei, da dann keine Kassenbelege mehr ausgedruckt werden müssen. Die bisherige „Mensa-Card“ gibt es dadurch aber für Studierende nicht mehr!
  • Kleiderständer mit zusätzlichen Kleiderbügeln
  • Menüpläne zum Mitnehmen
  • Besonders begeistert war ich davon, dass die Nachzügler unter uns, die schon am Vortag oder vormittags wissen, dass es sich bei ihnen bis um 13:30 Uhr (Küchenschluss) nicht ausgehen wird, unter der Telefonnummer 05 7405-501 anrufen können, damit eine Portion für sie aufbewahrt und später für sie aufgewärmt wird!

Resümee Juridicum Mensa: insgesamt 13 Punkte

Ich war nach meinem Besuch in der Mensa des Juridicums satt und zufrieden mit dem dortigen Angebot und kann sie jedem/r Hungergeplagten weiterempfehlen. Auch das Mensapersonal war freundlich, kompetent und auskunftsfreudig – eine Mischung, die man in Salzburg wohl nicht in jeder Lokalität vorfindet!

MENSA 2: GesWi – klein aber fein

GESWI Mensa

Nachdem im Jahre 2017 die Schließung der GesWi-Mensa am Rudolfskai drohte, ist das kleine Lokal nun wie der Phönix aus seiner Asche wieder auferstanden und hat ganz nebenbei auch noch eine Rund-um-Sanierung verpasst bekommen.

Atmosphäre und Erreichbarkeit: 3 von 4 Punkten

Die Mensa in der Gesellschaftswissenschaftlichen Fakultät am Rudolfskai liegt zentral und ist schnell zu Fuß oder mit den Öffis zu erreichen. Wer die Pforten der, im Untergeschoß liegenden, Mensa zum ersten Mal durchschreitet, dem wird sofort klar: Recht viel Platz ist hier nicht. Dem zum Trotz hat man sich bemüht, die neue Einrichtung hell und einladend zu gestalten, was auch gelungen ist. Zur Mittagszeit war die Atmosphäre zwar geschäftig und von verschiedenen, thematischen Diskussionen geprägt, aber nicht unangenehm – wenn man ungestört lesen, lernen oder schreiben will, sollte man hier jedoch eher nach 14:00 Uhr vorbeischauen.

Beim Stichwort „Untergeschoß“ kommen uns gleich Assoziationen, wie „Keller/dunkel/kalt“ in den Sinn, doch keine Bange – der Kontakt zur „Oberwelt“ ist durch drei Fenster gewährleistet und im gesamten Raum sind Lampen angebracht, die ihn gut ausleuchten. Gruft-Feeling kommt hier sicher nicht auf!

Angebot, Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis: 3 von 4 Punkten

Auch hier gibt es von 9:00 Uhr bis 11:00 Uhr ein reichliches Frühstücksangebot, das die Geldbörse schont (Single Frühstück €2,95 / Wiener Frühstück € 3,95 / Uni Frühstück € 4,95).

Das Mittagsmenü besteht aus einem Hauptgericht (vegetarisch € 5,40 oder mit Fleisch € 6,30), einer Suppe mit Einlage und einem kleinen Salat. Die Küche hat täglich von 11:30 Uhr bis 14:00 Uhr geöffnet (auf Anfrage auch ein bisschen früher). Die angebotenen Speisen sind gut sichtbar an Tafeln aufgelistet und für Naschkatzen (oder -kater) gibt es außerdem verschiedene Kuchen, Süßspeisen und Süßigkeiten, zu denen ein Tässchen Kaffee, Tee oder Kakao fantastisch passt.

Qualitativ gab es auch hier nicht wirklich was zu meckern – als einzigen Kritikpunkt muss ich jedoch anführen, dass die Suppe schon etwas kalt war. Sonst hat es mir hier gut geschmeckt – besonders gefallen hat mir das Angebot an Balsamico, Joghurt-Dressing und Oliven- und Chilliöl, mit denen man seinen Salat selbst marinieren kann.

Das Preis-Leistungs-Verhältnis betreffend war ebenfalls alles in Ordnung – man bekommt für sein Geld gutes Essen und ausreichende Portionen, die den Bauch längerfristig füllen.

GESWI Menü

Extras, die angeboten werden: + 4 Punkte

  • Durchgehend gratis Wasser.
  • Verwendung der neuen Mensa-App „Mensa-Club“, durch die ihr bei jedem Einkauf „Coins“ für etwaige Vergünstigungen sammeln könnt (für eine ausführliche Beschreibung scrolle nach oben zu den Extras von der Juridicums-Mensa!). Auch hier gilt dadurch die alte „Mensa-Card“ nicht mehr!
  • Lesematerial (Zeitschriften und Zeitungen, wie die O.Ö. Nachrichten, das Campus-Magazin, die Kulturzeitschrift „SIMs Kultur“, etc.) sind meist vorhanden, wenn sie nicht gerade von anderen „Lesewütigen“ in Beschlag genommen werden.
  • Für Schnellentschlossene mit wenig Zeit gibt es das Angebot „My Mensa“, bei dem man zwischen verschiedenen Suppen (veggie oder vegan) und Curries mit Reis zum Mitnehmen wählen kann, die dann in einen auslauffesten, verschließbaren und beschichteten Papp-Behälter gefüllt werden.

Resümee GesWi Mensa: insgesamt 10 Punkte

Die kleine Mensa in der GesWi besteht zwar nur aus einem Raum, doch ist der Platz dort optimal ausgenutzt, das Personal entgegenkommend und hilfsbereit und das Essen auch ganz gut – mein Fazit: Gerne wieder!

MENSA 3: Nawi – die Mensa im Grünen

Atmosphäre und Erreichbarkeit: 2 von 4 Punkten

Wer noch nie ein richtig klischeehaftes „Mensa-Feeling“ erlebt hat, sollte hier unbedingt einmal seine Mittagspause verbringen – in einem hohen, hallenartigen Gebäude sitzt man mit anderen Studierenden an langen Tischen und ist umgeben von dem Gesumme hunderter, gleichzeitig geführter Gespräche. Davon mal abgesehen, dass es ohnehin nur schwer möglich wäre, hier zur Mittagszeit einen klaren Gedanken zu fassen, wird durch Zettel an den Wänden gebeten, bis 14:00 Uhr etwaiges Lernmaterial weggepackt zu lassen. Der Innenraum strahlt weder besondere Wärme noch Kälte aus – es ist halt schlicht und ergreifend ein neutraler „Mensa-Saal“ wie aus dem Lehrbuch.

Bei Warmwetter oder im Sommer wird scheinbar eine Terrasse nach draußen geöffnet (eigene Erfahrungen fehlen mir hier leider, doch durch Umfragen bei den hiesigen Studenten an der NaWi brachte ich dies in Erfahrung), was mit der tollen Aussicht ins Grüne sicherlich ein Highlight dieser Mensa darstellt.

Durch den etwas abseits gelegenen Standort der Naturwissenschaftlichen Fakultät, ist auch die dortige Mensa etwas umständlicher zu erreichen, als die anderen. Man gelangt entweder mit dem Bus, Rad oder zu Fuß dorthin – bei Schönwetter ist der Weg vom Unipark zur NaWi besonders empfehlenswert, da man dabei bei den Wiesen und Feldern, die sich hinter dem Universitätsgebäude erstrecken, vorbeikommt. Von dort hat man auch einen wunderschönen Blick auf die Festung!

Angebot, Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis: 3 von 4 Punkten

Das dortige Angebot beinhaltet ebenfalls ein reichhaltiges Frühstücksangebot (Single Frühstück € 2,95 / Wiener Frühstück € 3,95 / Uni Frühstück € 4,95), zwei Mittagsmenüs – eines für Vegetarier (€ 5,40) und eines für Fleischesser (€ 6,30), bei denen neben der Hauptspeise auch eine Suppe und ein kleiner Salat inkludiert sind, den man sich bei der Salat-Bar aus vielen verschiedenen Salaten und Dressings selber zusammenstellen kann. Zusätzlich wird auch ein, zu den Küchenzeiten täglich variierender, „Tagesteller“ angeboten (z.B. gibt es einen Woktag, Fischtag, Schnitzeltag, etc.).

Die Cafeteria-Insel, wo man neben diversen Kaffeespezialitäten auch Kakao, Tee, Bier und Wein (wenn der Uni-Tag mal wieder ganz anstrengend war…) preisgünstig erwerben kann, bietet ebenfalls ein reiches Sortiment an belegten Weckerln sowie Kuchen, Muffins und Süßigkeiten für Zuckerbedürftige an.

Qualitativ gab es hier nichts auszusetzen – die Suppe war heiß, der Salat knackig und das Hauptgericht geschmacklich gut. Die einzige Überraschung war, dass sich die, im Menüplan angegebenen, „Gefüllten Kartoffeltaschen mit Käse und Kräutern auf Rahmwirsing“ auf meinem Teller als Gemüseschnitzel mit Petersilienkartoffeln und Soße entpuppten – die Kartoffeltaschen waren wohl leider aus.

Preislich stimmt es meiner Erfahrung nach mit dem Dargebotenen überein, auch die Portionen sind angemessen, alle Angebote sind klar beschildert und auch nachmittags nagt man hier nicht am Hungertuch.

NAWI Menü

Extras, die angeboten werden: + 5 Punkte

  • Gratis Wasser
  • Lesematerial (Zeitungen, Magazine, Veranstaltungsfolder, etc.) liegen beim Eingang auf.
  • Auch hier verwendet man seit kurzem statt der alten „Mensa-Card“ die neue Mensa-App „Mensa-Club“, durch die ihr bei jedem Einkauf „Coins“ für etwaige Vergünstigungen sammeln könnt (für eine ausführliche Beschreibung scrolle nach oben zu den Extras von der Juridicums-Mensa!).
  • Kleiderständer zum Ablegen von Jacken, Schals, usw.
  • Angebot von „My Mensa“, bei der Cafeteria-Insel bei dem man zwischen verschiedenen Suppen (veggie oder vegan) und Curries mit Reis zum Mitnehmen wählen kann.

Resümee NaWi Mensa: insgesamt 10 Punkte

Wenn man in der NaWi-Mensa zum ersten Mal über die Schwelle tritt, muss man sich erst einmal kurz orientieren, da es hier für jedes Menü, wie auch für Salat und Getränke eine eigene Kücheninsel gibt. Wenn die „Eingewöhnungsphase“ (ca. 2-3 Minuten) vorbei ist, erkennt man ein gut durchdachtes System hinter dem Ganzen und auch die Angestellten sind freundlich und stehen einem mit Rat und Tat zur Seite. Das Essen ist gut aber auch nicht so gut, dass man vor Begeisterung an die Decke geht, dennoch werde ich sicher noch einmal hier einkehren, falls es mich in diese Gegend verschlägt und der Magen zu knurren beginnt.

MENSA 4: Unipark Nonntal – Speisen mit Rundum-Ausblick

Unikum

Atmosphäre und Erreichbarkeit: 2 von 4 Punkten

Im Erdgeschoß des Uniparks Nonntal befindet sich die Mensa Unikum, die ihr zu Fuß, mit dem Rad oder per Öffis schnell erreichen könnt. Sie ist montags bis donnerstags von 8:30 Uhr bis 18:00 Uhr und freitags von 8:30 Uhr bis 15:00 Uhr geöffnet.

Besonders für Studierende des Hauses ist der Standort ideal, da sie dort bei Koffein-Defizit oder Ähnlichem schnell auftanken und schon zur nächsten Vorlesung weiterrauschen können.

Ein großer Pluspunkt war für mich die wunderbare Aussicht, die man dank der großflächigen Glaswände genießen kann. Durch das viele Glas in der Architektur wirkt die Atmosphäre offen und durch ein Obergeschoß, das man über eine Wendeltreppe erreichen kann, finden viele Besucher gleichzeitig Platz in den Räumlichkeiten.

Zur Mittagszeit meidet man die Mensa jedoch lieber, wenn man auf der Suche nach einem ruhigen Lernplatz ist, doch auch nachmittags, wenn sich sonst wenige bis keine Besucher dort aufhalten, kehrt hier durch das lautstarke Mensapersonal keine langanhaltende Ruhe ein, weshalb es ratsam ist, seine Kopfhörer oder Headphones schon mal vorsorglich einzupacken. Fad wird es hier bestimmt nicht!

Angebot, Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis: 2 von 4 Punkten

Frühstücken kann man im Unikum Bistro ab 8:30 Uhr. Leider wird auf der Homepage nicht beschrieben, was alles bei diesem Frühstück inkludiert ist bzw. wie viel es kostet.

Das Mittagsmenü besteht auch hier aus einem vegetarischen und einem „fleischigen“ Gericht, die beide für Studenten mit Mensakarte € 4,90, für Studenten ohne Mensakarte € 5,70 und für Besucher, die weder Studierende sind, noch eine solche Karte besitzen € 7,40. Die Küche ist täglich von 11:00 bis 14:00 Uhr geöffnet.

Hier stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis beim Mittagsmenü definitiv nicht, da der Geschmack der Speisen (wenn überhaupt) mittelmäßig ist und man zum Hauptgericht entweder eine Suppe oder eine Nachspeise wählen kann – ein Salat ist erst gar nicht beinhaltet. Diesen kann man sich ab 11:00 Uhr bei der Salat-Bar selbst zusammenstellen, deren kryptische Beschriftung mehr Fragen als Antworten aufwirft: „SALAD 2,00 (bzw. 2,90 – wenn man das Stricherl an der Null als Neuner deuten will) / klein 1,90 / groß 3,50“.

Das Sortiment an Süßigkeiten und Süßspeisen, wie auch an gefülltem Gebäck (z.B. Leberkäs-, Wurst-, Käse- und Schnitzelsemmeln, etc.) ist vormittags noch sehr groß. Es scheint jedoch sehr beliebt zu sein (möglicherweise aufgrund mangelnder Alternativen), da das Angebot nachmittags oft schon so erschöpft ist, dass man sich zu den Glücklichen zählen kann, wenn man noch eine heiße Schokolade oder ein warmes Pizzaeck vorfindet.

Auch wenn man bei der Kassa nach dem, auf der großen Tafel angepriesenen Mensa-Pass fragt, und zu hören bekommt, dass es diesen schon lange nicht mehr gibt fühlt man sich vor den Kopf gestoßen (Stand: 30.10.2018). Da fragt man sich doch zwangsläufig, ob die restlichen Beschilderungen noch stimmen. Man wird zwar relativ satt von dem, was man auf den Teller bekommt, doch wie schon das Sprichwort so schön heißt: „Zwischen Essen und Ernährung können Welten liegen.“

Menü Unikum

Extras, die angeboten werden: + 2 Punkte

  • Hier ist die „Mensa-Card“ noch aktiv, durch die ihr zum Beispiel Vergünstigungen bei den Mittagsmenüs bekommt und welche ihr gegen Vorlage eures Studentenausweises in der ÖH-Zentrale im Unipark bekommt.
  • Das sogenannte „ÖH-Weckerl“ (mit Mensa-Card €1,90, ohne €2,70) wird im Unikum ebenfalls angeboten.

Resümee: insgesamt 6 Punkte

Die Erfahrungen, die ich mit dem Mensapersonal machen durfte, waren zweigeteilt – im Unikum kommt es scheinbar immer darauf an, an welche Person man kommt und in welcher Stimmung diese gerade ist – absolute Hilfsbereitschaft und Auskunftsfreudigkeit können binnen einer Stunde in Genervtheit und Forschheit umschlagen. Da muss man sich halt überraschen lassen – Nachfragen wird da zum spannenden Unterfangen! Alles in Allem würde ich sagen, dass diese Mensa trotz schönem Ausblick und interessanter Architektur eher fürs Kaffeetrinken und Plaudern, als fürs Essen geeignet ist.

Testsieger ist somit mit 13 Punkten die Juridicum Mensa. GesWi und NaWi Mensa teilen sich mit jeweils 10 Punkten Platz 2 und das Schlusslicht bildet, etwas abgeschlagen mit 6 Punkten, die Mensa Unikum am Unipark. Ich hoffe, mein großer Mensa-Test hat euch gefallen und ist beim nächste Hungeranfall eine Hilfe!

Eure Teresa

Teresa

Teresa ist die geborene Pendlerin – lernen, essen, schlafen – das Leben im Zug ist für sie kein Problem, weil sie die schönen Ausblicke in die Landschaft in vollen Zügen und zu jeder Jahreszeit genießt. Wenn sie nicht gerade ihre Nase in alte Bücher steckt, kommt ihre innere Straßenkünstlerin zum Vorschein, da in der Ball-Jonglage ihre Leidenschaft liegt.

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